Werkhof Neckertal öffnet seine Tore

Wo einst das Feuerwehrdepot von St. Peterzell war, ist heute der Werkhof Neckertal. Am Samstag war die Bevölkerung eingeladen, diesen zu besichtigen. Die Kinder durften den Bagger bedienen und quetschten sich grüppchenweise in die Putzmaschine.

Cecilia Hess-Lombriser
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ST. PETERZELL. Den Kindern gefiel besonders die Putzmaschine. Zeitweise quetschten sie sich zu fünft in die Führerkabine, obwohl sie über die Hitze darin stöhnten. Es war eben eine einmalige Gelegenheit, in einem Nutzfahrzeug des Bauamtteams zu sitzen. Es war auch eine einmalige Gelegenheit, den neuen Werkhof von ganz nah zu sehen und mit den Männern, die ihren Dienst tagein, tagaus auf den Gemeindestrassen verrichten, zu sprechen.

Auf ein Gespräch liess sich auch Willy Altherr ein, Leiter Bauamt. Er zeigte, wie der Werkhof nun genutzt wird, nachdem er einst der Feuerwehr und danach dem Zivilschutz gedient hatte. Die Infrastruktur ist für den neuen Zweck ideal. In der Fahrzeughalle hat es genug Platz für alle Fahrzeuge. Darunter ist auch der neuangeschaffte Gerätewagen Meili VM 7000 mit den Anbaugeräten wie Schneepflug, Salzstreuer, Hochdruck- und Schwemmanlage, Schlegelmulcher, Abrandgerät und Kran. Neu ist auch ein Lieferwagen, und zusätzlich konnte ein Occasionsradlader angeschafft werden. Investitionen von rund 400 000 Franken, wie Willy Altherr informierte. Zum Werkhof gehört auch eine Werkstatt, ein Büro, ein Sitzungszimmer und im Dachstock neben den Garderoben ein grösserer Sitzungsraum für Schulungen oder andere Anlässe bis zu 30 Personen. Gegenüber dem Hauptgebäude sind die Garagen, wo unter anderem das Salzlager und verschiedene Gerätschaften untergebracht sind. Willy Altherr ist seit einem Jahr Leiter Bauamt. «Die Einrichtung des neuen Werkhofs ist meine erste Amtshandlung», sagte er am Samstag. Im Zuge der Fusion der Neckertaler Gemeinden zur Gemeinde Neckertal, gab es auch eine Analyse der Bauämter. Daraus ergab sich ein Aufgabenkatalog, der nach und nach umgesetzt wird. Der zentrale Werkhof ist eine der Massnahmen, die ihren Abschluss gefunden hat. Sieben Männer arbeiten für das Bauamt. 70 Kilometer Gemeindestrassen gehören zum Unterhalt, drei Friedhöfe, rund 150 Kilometer Wanderwege, Parkanlagen und Sammelstellen, die Strassenbeleuchtung samt Reparatur, die ARA, die Grundwasserversorgung und der Winterdienst, für den 32 Fremdfahrer eingesetzt werden.

Am Samstag konnten sich die Besucher über alles informieren. Am Morgen waren auch die Neuzuzüger am gleichen Ort eingeladen. Gemeindepräsidentin Vreni Wild erzählte den knapp 80 von 233 eingeladenen Personen, die innerhalb der letzten zwei Jahre in die Gemeinde gezogen sind, über Wissenswertes der Gemeinde. Zum Programm des Tages der offenen Tür gehörte ein Wettbewerb, und die Kinder durften mit einem kleinen, richtigen Bagger ihre Geschicklichkeit beweisen und Tennisbälle auf einem Kieshaufen einladen und in eine Röhre fallen lassen.

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