Werkhof Eggersriet-Grub wird nicht gebaut

GRUB/EGGERSRIET. In Aussicht gestellt worden war, dass im Herbst 2013 über einen gemeinsamen Werkhof der Gemeinden Eggersriet und Grub AR abgestimmt würde. Jetzt, ein Jahr später, ist das Projekt so gut wie beerdigt, auch wenn es von offizieller Seite heisst, «das Projekt wird sistiert».

Monika Egli
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In Aussicht gestellt worden war, dass im Herbst 2013 über einen gemeinsamen Werkhof der Gemeinden Eggersriet und Grub AR abgestimmt würde. Jetzt, ein Jahr später, ist das Projekt so gut wie beerdigt, auch wenn es von offizieller Seite heisst, «das Projekt wird sistiert».

Sanierungsbedürftige Gebäude

Dass 2010 überhaupt die Planung für einen gemeinsamen Werkhof an die Hand genommen wurde, hatte verschiedene Gründe, die in der jüngsten Ausgabe des Gemeindeblattes von Grub und in einem Artikel in der Appenzeller Zeitung im April 2013 dargelegt werden: Die Werkhöfe in beiden Gemeinden sind sanierungsbedürftig, man plante, auch die technischen Betriebe zu integrieren, es zeichnete sich die Nutzung von Synergien ab und man versprach sich bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden.

Aus einem Studienwettbewerb gingen fünf Beiträge ein; das Siegerprojekt wurde weiter ausgearbeitet. Als Standort war eine Parzelle der Gemeinde Eggersriet an der Heidenerstrasse vorgesehen.

Zu teuer für Eggersriet

Gemäss einer Grobkostenschätzung wurde zuerst mit Investitionen von zwei Millionen Franken gerechnet. Diese Kosten «stiegen in der Weiterbearbeitung des Projekts jedoch gegen drei Millionen Franken», wie es im Gemeindeblatt Grub heisst. Für die Gemeinde Eggersriet «war es aufgrund der aktuellen Finanzlage klar, dass eine derart grosse Investition heute nicht gestemmt werden kann». Die Gruber Gemeindepräsidentin Erika Streuli sagt auf Anfrage, dass Grub in dieser Angelegenheit weiter vorwärts gemacht hätte, denn der Werkhof Grub bleibe sanierungsbedürftig. Einzelne Schwachstellen konnten aber ausgemerzt werden, so steht den Verantwortlichen heute ein geheiztes Büro zur Verfügung. Die Situation sei aktuell nicht so prekär, dass man jetzt «dreinschiessen» und sofort ins alte Gebäude investieren müsse. Grub kläre zuerst weitere Alternativen ab.

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