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Werkbeiträge an Kunstschaffende vergeben

Acht Kunstschaffende erhalten dieses Jahr einen Ausserrhoder Werkbeitrag. Die Kulturstiftung spricht zudem zwei Artist-in-Residence-Stipendien zu. Die Vergabefeier findet am 11. Dezember statt.
Kurt Fröhlich aus Herisau gilt als Pionier des Figurentheaters. Die Kulturstiftung würdigt sein langjähriges Schaffen. (Bild: Michaela Rohrer)

Kurt Fröhlich aus Herisau gilt als Pionier des Figurentheaters. Die Kulturstiftung würdigt sein langjähriges Schaffen. (Bild: Michaela Rohrer)

2018 vergibt die Ausserrhodische Kulturstiftung Werkbeiträge im Gesamtbetrag von 80 000 Franken in den Sparten Bildende Kunst und Architektur, Musik sowie Literatur, Theater, Tanz. Angewandte Kunst und Design werden im Zweijahresrhythmus erst 2019 wieder berücksichtigt.

Kommunikation, Fotografie, Architektur

Die Arbeitsgruppe Kunst und Architektur vergibt zwei Werkbeiträge an Kunstschaffende und eine Auszeichnung im Bereich Architektur. HR Fricker (Jahrgang 1947) hat seit den 1970er-Jahren mit Mail-Art, Ortsbeschriftungen, Museumsgründungen und zahlreichen anderen Arbeiten internationales Renommee erworben. Auch bespielt er soziale Medien. Der Wandel der Kommunikationsmittel Richtung Digitalisierung fliesst in sein Nachdenken ein. Der Werkbeitrag würdigt Frickers fokussiertes Arbeiten, von Trogen vernetzt in alle Welt.

Vielfache Resonanz findet seit Jahren auch das Werk des Fotografen Ueli Alder (1979) – unter anderem mit seinen Bildserien «Wenn d gnueg wiit fort gosch, bisch irgendwenn wieder of em Heeweg», die sich mit Herkunft und Heimat auseinandersetzen. Alder interessiert sich für das gesamte technische Spektrum von der Grossbildkamera bis zu computergenerierten Landschaftsbildern. Die Kulturstiftung würdigt Alders Bildfindungen, sein breites Schaffen und seine Risikobereitschaft.

Ilona Schneider (1980) und Michel Eigenschatz bearbeiten in ihrem Bauen Fragestellungen der Verdichtung, der Erhaltung wertvoller Bausubstanz und der städtebaulichen Entwicklung mit Konsequenz. Das Ergebnis sind schlichte Bauten, in denen die Sache und nicht das Architekten-Ego im Vordergrund steht. Der Werkbeitrag würdigt die Leistung des Duos, im jeweiligen Kontext Lösungen für Menschen und deren Lebensqualität zu finden.

Gesang, Violine, Klangforschung

Arbeiten von höchst unterschiedlichem Zugriff werden in der Sparte Musik ausgezeichnet. «Unbedingt förderungswürdig» lautete die Einschätzung der Jury zur jungen Sängerin Joana Obieta (1992). Die in Ausserrhoden aufgewachsene Musikerin hat nach ihrer Gesangsausbildung am Berklee College (USA) eine eigenständige Musiksprache gefunden: Weltmusik aus unterschiedlichen Kulturen, mit innerem Feuer und einer charismatischen Stimme. Der Werkbeitrag würdigt ihre Entwicklung und den Mut, sich musikalisch zu positionieren und zu exponieren.

Der in Gais lebende Klangtüftler Sven Bösiger (1956) bewegt sich als Grenzgänger zwischen Grafik und Musik. Er hat sich als eigenwilliger Musiker und Archivar der Klänge der appenzellischen Kultur einen Namen gemacht und ist mit wechselnden Projekten präsent im Kanton. Der Werkbeitrag anerkennt Bösigers singuläre Arbeit und seinen «langen Atem».

Zum zweiten Mal nach 2004 mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet wird schliesslich der Geiger Tobias Preisig (1981). Seine Musik gilt als provokativ und visionär zugleich. Der Werkbeitrag honoriert die Unbedingtheit und Radikalität seines Schaffens.

Puppenspiel und Szenografie

Mit Kurt Fröhlich (1951) erhält ein Pionier des Figurentheaters einen Werkbeitrag in der Sparte Literatur, Theater, Tanz. Fröhlich ist seit vier Jahrzehnten an der Arbeit. Die Jury würdigt zum einen sein langjähriges Schaffen und seine Fähigkeit, mit teils einfachsten Bühnen-, Figuren- und Spielmitteln Imaginationen zu erzeugen und Bilder zu «zaubern». Zum andern interessiert, dass Fröhlich an seine Anfänge mit Strassentheater anknüpfen und so noch einmal neue Horizonte eröffnen will.

Ein zweiter Werkbeitrag geht an die in Herisau aufgewachsene und heimatberechtigte Theatermacherin Helen Mates de Pratos (1986). Sie arbeitet zeittypisch in wechselnden Kollaborationen und Engagements, hat Erfahrung mit Jugendtheater, mit Bühnenbau, mit Figurentheater. Gemäss Jury bearbeitet Prates de Matos gesellschaftlich brisante Themen und schafft dafür eindringliche (Bühnen-) Bilder und Spielkonstellationen. (pd)

Hinweis

Die Feier der Vergabe der Werkbeiträge und Stipendien findet am Dienstag, 11. Dezember, um 19 Uhr im Krombachsaal der Psychiatrischen Klinik Herisau statt.

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