Werkbeitrag für Architektur-Forschung

Die Ausserrhodische Kulturstiftung vergibt für 2014 neun Werkbeiträge in Kunst, Architektur, Musik, Literatur und Theater sowie das Artists-in-Residence-Stipendium. Übergabe-Feier ist am 10. Dezember in Trogen.

Drucken
Teilen

AUSSERRHODEN. Erstmals seit langem kann ein Werkbeitrag im Bereich Architektur vergeben werden. Dies teilt das Kulturamt in einer Medienmitteilung mit. Er geht an Rahel Lämmler und Roman Häne für eine Forschungsarbeit rund um Profanbauten im Appenzellerland. Sie wählen dafür einen subjektiven Ansatz, bei dem gesellschaftliche Einflüsse auf die Architektur eine zentrale Rolle spielen. Der Landschaftsarchitekt Roman Häne (1980) und die Architektin Rahel Lämmler (1975) haben bereits diverse Arbeiten zur regionalen Architektur publiziert. Einen weiteren Werkbeitrag erhält der junge Künstler Steven Schoch. Er setzt sich in seinen teils performativen Arbeiten kritisch und witzig mit aktuellen Medien auseinander.

Literatur und Theater

Zwei Werkbeiträge gehen an die Literatur und das Theater. Die Autorin Laura Vogt (1989), in Speicher aufgewachsen, erhält Unterstützung für ihre Arbeit an einem Roman mit dem Titel «Gang», einer konfliktreichen Beziehungsgeschichte mit welthaltigen Bezügen –Vogt wird von der Jury als sprachmächtige und bildstarke Erzählerin gewürdigt, die zu grossen Hoffnungen Anlass gebe. Philipp Langenegger (1976), Urnäscher in Berlin, ist einem breiten Publikum durch seine Lese-Programme, unter anderem «E Hampfe Originaal», bekannt geworden. Langenegger verkörpere den Typus des «Volksschauspielers» perfekt, schreibt die Jury.

Vier Männer in der Musik

In der Sparte Musik (juriert wird nur alle zwei Jahre) kommen vier Männer zum Zug. Der Cellist Stefan Baumann (1974) erhält den Förderbeitrag für sein unermüdliches Forschen an der Schnittstelle zwischen Musik und Technik sowie seine Präsenz in der hiesigen Musikszene. Der Pianist Fabian M. Mueller (1983) wird für sein vielfältiges Schaffen als Komponist und Interpret ausgezeichnet. Zwei weitere Beiträge gehen an junge Sänger, beides Absolventen der Kantonsschule Trogen. Bereits einen international klingenden Namen geschaffen hat sich der in Teufen aufgewachsene Bariton Manuel Walser (1989). Mit dem Tenor Benjamin Berweger (1986) wird ein Newcomer gefördert, der in der Klassik wie in der Volksmusik zu Hause ist.

Nach der Künstlerin Birgit Widmer und dem Fotografen Georg Gatsas geht das dritte Artists-in-Residence-Stipendium von Kanton und der Ausserrhodischen Kulturstiftung an den in Heiden aufgewachsenen Grafiker Fabian Harb (Jahrgang 1988). Er plant zusammen mit der Grafikerin Nina Paim in der portugiesischen Stadt Porto ein gesellschaftlich-künstlerisches Langzeitprojekt. Neben den Aktivitäten vor Ort werden die Ergebnisse auch in Ausserrhoden präsentiert. (kk)

Die Vergabe der Werkbeiträge findet am 10. Dezember in der Kantonsschule Trogen statt.

Aktuelle Nachrichten