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WERKBEITRAG: Ausserrhoder Kunstschaffen wird ausgezeichnet

Neun Kunstschaffende erhalten dieses Jahr einen Werkbeitrag. Die Ausserrhodische Kulturstiftung spricht zudem zwei Artist-in-Residence-Stipendien zu. Die Vergabefeier findet am 7. Dezember statt.

2017 vergibt die Ausserrhodische Kulturstiftung Werkbeiträge im Gesamtbetrag von 90 000 Franken in den Sparten Bildende Kunst und Architektur, Angewandte Kunst und Design sowie Literatur, Theater, Tanz. Die Sparte Musik juriert im Zweijahresrhythmus erst 2018 wieder.

Unterschiedliche Projekte werden ausgezeichnet

Nora Rekade (Jahrgang 1977) beschäftigt sich mit der verschachtelten Konstruktion von Sehnsüchten. In ihren Aquarellen und räumlichen Arbeiten ist die Berührung als wesentliche Konstante der Sehnsucht zum zentralen Motiv geworden. Rekade erhält zum dritten und damit letzten Mal einen Werkbeitrag. Das Fremde der chinesischen Kultur zieht Michael Bodenmann (1978) seit Jahren an. Es lässt ihn reisen, schauen, fotografieren und sammelnd über unseren Blick nachdenken. Dieser Blick vermengt sich mit dem Exotischen asiatischer Ästhetik und mündet in einen ost-westlichen Bilderdialog. Mit Florian Graf (1980) zeichnet die Kulturstiftung einen weiteren Konzeptkünstler aus, der sich gedanklich im Grenzbereich von Architektur und Skulptur bewegt. Graf vermisst mit seinen Arbeiten Architektur, macht Dimensionen erlebbar. Und mit seinen Interventionen liest Christian Hörler (1982) architektonische Räume. Die von Wahrnehmung und Materialsensibilität geprägten Arbeiten fügen sich in Bestehendes ein, deuten Realitäten um, denken architektonische Themen weiter oder vervielfachen Elemente gar ins Unendliche. Die in Trogen lebende Schmuckgestalterin Salome Lippuner (1956) hat sich auf die ­japanische Lacktechnik Urushi spezialisiert. Sie experimentiert, sucht nach Weiterentwicklung des seltenen Kunsthandwerks und legt grossen Wert auf die ­Vermittlung im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen. Mit Ollie Schaich (1982) und Ruedi Zürcher (1984) erhält ein Grafikduo einen weiteren Werkbeitrag. Die beiden Ausserrhoder haben das experimentelle Wortspielkonzept «Ping Pong» entwickelt, das ausschliesslich mit Vier-Buchstaben-Wörtern ein fast grenzenloses Feld der Typografie eröffnet.

In der Angewandten Kunst wird auch der Trogner Lük Popp (1990) und sein Projekt «Entangled Objects» ausgezeichnet. Es baut eine Serie miteinander verknüpfter Alltagsgegenstände auf, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, aber via Internet in Kommunikation treten. Je ein Werkbeitrag kommt schliesslich der Sparte Theater zu. Michael Finger (1975) ist Schauspieler, Filmemacher, Regisseur, Musiker und Zirkusdirektor. Mit dem von ihm gegründeten «Cirque de Loin» erweitert der Theatermacher seit 2009 das Feld des «Nouveau Cirque» mit Poesie und teilweise brachialer Spiellust. Die in Trogen aufgewachsene Schauspielerin Doris Schefer (1978) hat sich einen Namen als Theater- und Filmschauspielerin gemacht. Sie wird für ihr charaktervolles Spiel ausgezeichnet.

Kanton und Kulturstiftung Appenzell Ausserrhoden vergeben zudem zwei Artist-in-Residence-Stipendien. Das eine wird dem Modeschöpfer Armando Forlin (1989) zugesprochen, der einen Recherche-Aufenthalt in Los Angeles plant. Das zweite Stipendium geht an die Szenografin Karin Bucher (1969) und den Filmemacher Thomas Karrer (1963) für ihr Dokumentarfilmprojekt über Chandigarh. Die öffentliche Feier der Werkbeiträge findet am Donnerstag, 7. Dezember, 20 Uhr, in der Psychiatrischen Klinik Herisau statt. (pd)

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