«Wer singt, betet doppelt»

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wurde bereits am Samstagabend begangen. Das Kirchenkonzert vermochte zu überzeugen, die Anwesenden zeigten sich begeistert.

Stefan Füeg
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ENNETBÜHL. Pfarrerin Susanne Hug brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt. «Heute haben wir eine Premiere. Die verschiedenen Protagonisten wirken das erste Mal zusammen.» Aufgetreten sind an diesem Abend der Kirchenchor Krummenau, die Musikgruppe Eliatha, Hansjürg Gutgsell an der Orgel sowie Stefan Hug an der Gitarre. Die musikalische Leitung oblag Godi Rohner.

Die auf den Flyers notierte Begrüssung sollte gleich Thema des Anlasses sein. «Gott hat den Himmel, die Erde und auch die Musik erschaffen, ihm zu Ehren sollen die Lieder und Chorwerke ertönen.» Die Mitwirkenden stammen allesamt aus der eigenen Kirchgemeinde.

Bettag gemeinsam begehen

Der Bettag könne alleine oder gemeinsam begangen werden, so die Pfarrerin, doch sei er im Gemeinsamen sicher etwas Spezielles. Und zu der Musik respektive zu den Liedern meinte sie, dass der Kirchenvater Augustinus (354–430) seinerzeit gesagt habe, dass wer singe, doppelt bete. Daran sollten sich alle halten. Das angebotene musikalische Programm beinhaltete alles, was sich die Besucher an einem Samstag vor Bettag vorstellten. Seien es Werke von Johann Sebastian Bach (Jesu meine Freude), vorgetragen vom Kirchenchor. Oder Antonio Vivaldis Trio in C-Dur, gespielt von Hansjürg Gutgsell und Stefan Hug. Alta Trinita, ebenfalls vom Kirchenchor als italienische Laude aus dem 15. Jahrhundert vorgetragen, vermochte genauso zu überzeugen wie Beethovens Bitten.

Neuere christliche Musik

Die Gruppe Eliatha trug neuere christliche Musik vor sowie Lobpreismusik, welche in der letzten Zeit immer mehr aufkommt. Nachdenklich stimmen konnte den Besucher das vorgetragene Werk «Aus der Wüste», abgelöst vom einfachen «Danke».

Ein Ausflug in die irische Musik erfolgte zum Abschluss mit dem Segenslied «Möge die Strasse uns zusammenführen». Dieses Lied wurde erneut vom Krummenauer Kirchenchor vorgetragen. Ein gelungener Abend, der jedoch etwas mehr Publikum verdient hätte. Aber wie sagte Pfarrerin Susanne Hug: «Wer nicht kommen will, der kommt nicht, wer kommt, der kann geniessen.»