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Wer raucht, steht abseits: In Herisau gilt nun auch bei den Bushäuschen Rauchverbot

Die Gemeinde Herisau rüstet ihre Bushäuschen zu Nichtraucherzonen um. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Massnahme, die auf Selbstkontrolle beruht.
Karin Erni
Die Gemeinde Herisau hat die fünf frequenzstärksten Personenunterstände rauchfrei gemacht. (Bild: Karin Erni)

Die Gemeinde Herisau hat die fünf frequenzstärksten Personenunterstände rauchfrei gemacht. (Bild: Karin Erni)

Seit neustem weisen in einigen Buswartehäuschen in Herisau grosse blaue Nichtraucherschilder am Boden darauf hin, dass an dieser Stelle Rauchen unerwünscht ist. Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde soll diese Massnahme die Aufenthaltsqualität der Kundinnen und Kunden durch mehr Sauberkeit und weniger Passivrauch erhöhen.

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Bis jetzt seien erst die fünf frequenzstärksten Personenunterstände mit einer solchen Bodenmarkierung versehen worden, sagt Beni Geel, Leiter technische Dienste bei der Gemeinde Herisau.

«Wir können uns aber vorstellen, das Rauchverbot auch auf weitere Haltestellen wie beispielsweise jene beim Lederbach auszuweiten.»

Zuerst wollten sie aber beobachten, wie sich das Material und die Befestigung der Signalisation bei Beanspruchung verhalten. «Allenfalls müssen wir uns überlegen, Hinweistafeln an der Wand zu befestigen», so Geel.

Endlich einen Lieferanten gefunden

Sie hätten aufgrund von Reklamationen aus der Bevölkerung schon länger eine solche Massnahme ins Auge gefasst, sagt Beni Geel. «Wir konnten aber keinen Hersteller ausfindig machen, der diese Nichtrauchersignete für den Boden liefert.» Erst durch die vor knapp zwei Monaten erfolgte Signalisation durch die Südostbahn beim Bahnhof Herisau habe man den Lieferanten gefunden. «Man muss ja nicht alles erfinden, wenn es bereits etwas Entsprechendes bereits gibt.» Bussen würden keine verteilt, sagt Geel.

«Es ist eine freiwillige Massnahme, die auf Selbstkontrolle beruht.»

Sollten sich allerdings Probleme bei der Einhaltung ergeben, werde man sich weitere Massnahmen überlegen müssen. «Ein Bushäuschen ist im Prinzip ein öffentliches Gebäude und somit per Gesetz rauchfrei», gibt er zu bedenken.

Ein Augenschein bei den Haltestellen Heinrichsbad, Spital und Treffpunkt zeigt, dass das Rauchverbot gut eingehalten wird. Die rauchenden Personen zeigen Verständnis für die Nichtraucher und bleiben ausserhalb des Wartehäuschens stehen. Ob dies allerdings auch bei Schlechtwetter so sein wird, wird sich noch zeigen müssen.

Ein weiteres Problem ist, dass zum Ausdrücken und Entsorgen der Zigaretten oftmals der Aschenbecher benutzt wird, welcher sich im Inneren des Bushäuschens befindet. Dort qualmen und stinken die entsorgten Stummel dann noch länger vor sich hin. Auch dieses Problems sei man sich bewusst, sagt Geel. «Auf die nächste Fahrplanänderung hin müssen wir an den Haltestellen ohnehin einige Veränderungen vornehmen. Bei dieser Gelegenheit werden wir die Aschenbecher mehr in Richtung Aussenseite des Unterstandes versetzen.» Er habe bis jetzt drei Reaktionen auf die Massnahme erhalten, sagt Geel. «Zwei waren positiv und eine negativ.»

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