Wer quakt denn da so glockenhell?

Am Samstag, 18. Juni, lädt der Verein Nathur Interessierte zu einem spannenden Spaziergang «Glögglifrosch und mehr» ein. Besucht wird ein Weiher im Laubengaden, einem Weiler oberhalb der Gemeinde Krinau.

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krinau. Diese Amphibien sind selten geworden. Dank der Initiative verschiedener Privatpersonen und Organisationen, wie dem Verein Nathur, sind Gelbbauchunken und Glögglifrösche heute auch im Toggenburg noch zu hören. Am Samstag, 18. Juni, lädt «Nathur» zu einer Exkursion ein. Ziel ist es mehr über die Tiere zu erfahren. Teilnehmende treffen sich um 17.30 Uhr beim Bahnhof Lichtensteig oder um 18 Uhr direkt im Laubengaden. Diese Exkursion ist für die ganze Familie geeignet. Die Teilnahme ist gratis. Zum Abschluss wird Wurst und Brot offeriert.

Wissenswertes aus erster Hand

Brigitta Häsler hat Gelbbauchunken und Glögglifrösche in den eigenen Klärteichen angesiedelt. Sie weiss vieles zu erzählen. Wer an einem milden Abend im späten Frühling oder Sommer bei Geräuschen an ausgesuchten Plätzen genau hinhört, der vernimmt bisweilen einen regelmässigen, glasklaren Ton oder gar ein feines, vielstimmiges Glockengeläut. Die Suche nach der Quelle der Rufe endet meist vergebens, denn der Ton lässt sich kaum lokalisieren und beim Näherkommen verstummt er plötzlich. Der Urheber der Rufe ist der Glögglifrosch – auch Geburtshelferkröte genannt. Die Tiere rufen an Land, häufig aus unverfugten Steinmauern, aus Unterschlupfen im Garten oder aus Hohlräumen unter Bodenplatten. Daneben finden sich die Glögglifrösche an Waldrändern und Böschungen, auf Weiden mit Versteckmöglichkeiten, in Auen, Kiesgruben und Steinbrüchen. Die Larven werden in Weiher und langsam fliessende Gewässer abgelegt, bei Bauernhöfen vor allem in Feuerweiher.

Expedition durch Wattwil

Der Verein Nathur Wattwil, Lichtensteig, Krinau organisiert regelmässig Veranstaltungen. Am Wochenende vom 2. und 3. Juli findet das Wattwiler Fest statt. Jeweils um 11 und 15 Uhr findet eine Expedition durch das Zentrum statt. Dabei gibt es viel zu entdecken, was man in den Siedlungen nicht vermuten würde. Findet die Rückeroberung der Natur wirklich statt? Nach den Rundgängen werden die Teilnehmenden mehr wissen. Am Samstag, 20. August, lädt «Nathur» – zusammen mit dem Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau-Krummenau – zu einer Exkursion an die Thur ein. Der kantonale Fischereiaufseher Christoph Birrer und Beat Müller vom Amt für Umwelt des Kantons beantworten Fragen um das sensible Ökosystem und die Auswirkungen von Wasserkraftwerken. Am Samstagmorgen, 10. September, treffen sich Interessierte zum Schützenriedmähen. Zahlreiche weitere Veranstaltungen sind auf dem neuen Kalender zu finden. Die Themen eignen sie sich auch für Familien. (sth)

www.nathur.org

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