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Kommentar

Die Wahl von Roland Dähler ist
keine Überraschung

Daniel Fässler zieht für Appenzell Innerrhoden in den Ständerat ein. Wer in der Standeskommission in die Fussstapfen des bisherigen Königs von Innerrhoden steigen wird, muss sich erst noch weisen.
Jesko Calderara
Jesko Calderara. (Bild: Urs Bucher)

Jesko Calderara. (Bild: Urs Bucher)

Vor einem Jahr sorgte der umstrittene Spitalneubau an der Landsgemeinde für emotionale Diskussionen. Die Studentin Adriana Hörler kritisierte damals die Informationspolitik der Standeskommission (Regierung) heftig. Dieses Jahr verlief der wichtigste Polittag vieler Innerrhoder weit weniger emotional. Spannung kam einzig bei der Landammann-Wahl auf. Im dritten Wahlgang musste gleich vier Mal ausgemehrt werden, bis mit Roland Dähler der Nachfolger von Daniel Fässler feststand.

Der enge Ausgang zeigt: Mit Dähler und Bruno Huber standen zwei valable Kandidaten zur Wahl, die im Kanton Spuren hinterlassen haben. Dähler war Grossrat und gehörte bis zuletzt dem Kantonsgericht an. Huber wiederum machte sich als Bezirkshauptmann von Rüte einen Namen. Zudem leitete er den Lenkungsausschuss der Sportanlage Schaies. Dieses Projekt befindet sich zurzeit im Bau. Zwischen den Bewerbern gibt es allerdings auch Unterschiede. So tritt Dähler zurückhaltender auf als sein unterlegener Kontrahent. Die Innerrhoder Stimmberechtigten setzen beim Landammann-Amt mit dem 63-jährigen Roland Inauen und dem 57-jährigen Roland Dähler auf Erfahrung.

Dählers Sieg ist unter dem Strich keine Überraschung. Immerhin hatte sich der Gewerbeverband, die wichtigste politische Gruppierung im Kanton, für den parteilosen Unternehmer ausgesprochen. Durch den unerwarteten Tod von Landesfähnrich Martin Bürki gibt es in der Standeskommission mehr Rochaden als ursprünglich gedacht. Sein Nachfolger Jakob Signer hatte sich zuletzt mit pointierten Voten in die Spital-Diskussionen eingemischt. Die nächsten Monate werden zeigen, wer im neu zusammengesetzten Gremium in die Fussstapfen von Fässler, dem bisherigen König Innerrhodens, treten wird.

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