Wer hat die schönste Wiese?

TOGGENBURG. Die Schweiz ist voller Schönheiten. Neben Miss und Mister Schweiz und der schönsten Kuh werden dieses Jahr im Obertoggenburg auch die schönsten Wiesen gekürt.

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Vielfältige Trockenwiese. (Bild: pd)

Vielfältige Trockenwiese. (Bild: pd)

TOGGENBURG. Die Schweiz ist voller Schönheiten. Neben Miss und Mister Schweiz und der schönsten Kuh werden dieses Jahr im Obertoggenburg auch die schönsten Wiesen gekürt.

Hochgewachsene Gräser im Reigen mit Veilchen, Wiesenschaumkraut oder Orchideen – eine Pracht in allen Farben, ein Summen und Flattern, ein würzig-süsser und intensiver Duft – so stellen sich viele Menschen eine ideale Blumenwiese vor. So sieht es aber leider immer seltener aus. Darum prämieren der St. Galler Bauernverband, das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez, Pro Natura St. Gallen-Appenzell und der WWF St. Gallen in nächsten Jahren gemeinsam die artenreichsten Wiesen im Kanton St. Gallen. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr in der Region Werdenberg-Sarganserland wird 2015 die Wiesenmeisterschaft im Oberen Toggenburg – in den Gemeinden Nesslau, Ebnat-Kappel und Wildhaus-Alt St. Johann – durchgeführt.

An den südexponierten Abhängen des Obertoggenburgs finden sich eine beachtliche Zahl an Trockenwiesen und -weiden. Innerhalb der Gebietsgrenzen liegen auch – ganz oder teilweise – sieben der zehn st. gallischen Moorlandschaften von nationaler Bedeutung, so die Wolzenalp, die Schwägalp, Vorder Höhi, Hinter Höhi, Chellen, Unter Hüttenbühl und Gräppelen. Mit seiner Vielfalt an Moorbiotopen bildet das Obere Toggenburg ein Schwerpunktgebiet für den Moorschutz, nicht nur kantonal, sondern auch gesamtschweizerisch.

Bis 5. Mai können sich Bauern anmelden. Eine Preissumme von 5000 Franken steht bereit. «Mit der Wiesenmeisterschaft wird die Arbeit der Bauern gewürdigt und gleichzeitig die Bevölkerung auf die ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Wiesen aufmerksam gemacht. Für die Landwirte ist es eine gute Gelegenheit, einen Kontakt zur Bevölkerung mit einer positiven, sympathischen Botschaft zu pflegen», betont Projektleiter Dr. Alfred Brülisauer.

Um den unterschiedlichen Höhenlagen gerecht zu werden, erfolgt eine Aufteilung in zwei Kategorien für Berg- und Tallagen. Neben diesen zwei Hauptkategorien wird ein Sonderpreis für die schönste Streuwiese der Region vergeben. (pd)

Weitere Infos zur diesjährigen Wiesenmeisterschaft gibt es im Internet unter: www.wiesenmeisterschaft.ch