Wenn nur Punkte zählen – Ebnat-Kappel gewinnt 2:0

FUSSBALL. Für einen entspannten Abend am Ende des Ebnat-Kappler Fussball-Jahres sprach wenig. Sowohl die Ebnat-Kappler als auch der Tabellendrittletzte aus der Rosenstadt waren im bisherigen Saisonverlauf zu viel schuldig geblieben und standen kurz vor der Winterpause gehörig unter Erfolgsdruck.

Walter Züst
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FUSSBALL. Für einen entspannten Abend am Ende des Ebnat-Kappler Fussball-Jahres sprach wenig. Sowohl die Ebnat-Kappler als auch der Tabellendrittletzte aus der Rosenstadt waren im bisherigen Saisonverlauf zu viel schuldig geblieben und standen kurz vor der Winterpause gehörig unter Erfolgsdruck. Verständlich deshalb, dass beide Teams erst einmal versuchten, über den Kampf ins Spiel zu finden. Weil dies hüben und drüben trotz viel Einsatzbereitschaft nicht wirklich gelang, wurde das Ganze zu einer echt mühsamen Angelegenheit.

Rasse, aber keine Klasse

Das Geschehen der ersten Halbzeit kann kurz zusammengefasst werden: Hauruck-Fussball mit kaum zusammenhängenden Spielzügen, hoher Fehlerquote auf beiden Seiten und beinahe inexistenten Offensivabteilungen. Selten hatte man die Obertoggenburger in dieser Saison im Spiel nach vorne derart harmlos gesehen! Steiners Kopfball nach Flanke von De Salvador in der 26. Spielminute war das Beste, das es in 45 langweiligen Minuten zu notieren gab. Die besseren Noten verdienten sich in dieser Spielphase die Ebnat-Kappler Abwehrspieler, die einige Rushes der Gastequipe gut abliefen oder energisch stoppten.

Weckruf nach der Pause

Drei Minuten nach dem Tee geschah Ausserordentliches: Stäheli und De Salvador erinnerten sich an die «Geheimwaffe» Doppelpass und sorgten bei der ersten Anwendung an diesem Abend überhaupt (!) prompt für den ersten Lichtblick. Stäheli traf nach dem herrlichen Durchspiel den Pfosten und sorgte so für einen ersten Weckruf. Der zweite folgte nur eine Minute später mit einem Lattenknaller der Seebuben auf der anderen Seite. Es schien, als hätten die Teams nun endgültig Fahrt aufgenommen. Das Ganze erwies sich aber erst einmal nur als Strohfeuer mit wenig Nachhaltigkeit. 24 Minuten lang viel Betrieb im Mittelfeld und grosse Flaute vor den beiden Toren – ähnlich lief es doch schon in Halbzeit eins! 18 Minuten blieben den Ebnat-Kapplern noch, um den bis dahin mässigen Eindruck zu korrigieren. Das taten sie! Anderegg spielte die scharfe Hereingabe, der kurz zuvor eingewechselte Hinterberger, ohne grosse Spielpraxis nach einer langen verletzungsbedingten Pause, lief entschlossen dorthin, wo sich sonst Knipser bewegen, und traf zum vielumjubelten 1:0 (72.). Stäheli nahm den Schwung auf und sorgte für die definitive Entscheidung. Zuerst verzog der erfolgreichste Torschütze im Team nach einem energiegeladenen Rush knapp (78.), dann setzte er sich im Zweikampf energisch durch und traf mit einem herrlichen Bogenball zum 2:0 (81.).

Ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit. Mit 13 Punkten liegen die Ebnat-Kappler als Siebte zwar immer noch in der unteren Tabellenhälfte, die sieben Punkte Differenz zu den Abstiegsplätzen lassen die Winterpause aber doch um einiges entspannter in Angriff nehmen.

Matchtelegramm: Ebnat-Kappel I – Rapperswil-Jona III 2:0 (0:0). – Untersand – 45 Zuschauer. – SR Eran Nesimi – Tore: 72. Hinterberger 1:0. 81. Stäheli 2:0. Ebnat-Kappel: Rohner; Hug, Bucher, Büsser, Aerne; Stäheli, Anderegg, Landert (63. Hinterberger), Steiner; Tschumper (68. Elezi), De Salvador (85. Roth). – Auf der Bank: Thoma (ET). – Abwesend: Mikulanin, Diener, Blatter, Fent (verletzt) und Rütsche. Verwarnungen: Anderegg, Hinterberger, eine gelbe Karte für die Gäste.