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Mit dem Heli auf den Säntis: Trotz beschädigter Seilbahn sind Menschen auf dem Berg

Während ein längerer Ausfall der Schwebebahn auf den Säntis die Swisscom kaum vor grössere Probleme stellt, hat der Bergwirt Ruedi Manser einige Herausforderungen zu meistern. «Im grossen Mehrzweckbau steht keinesfalls alles still», ist von Bruno Vattioni, dem Geschäftsführer der Säntisbahn, zu erfahren.
Karin Erni, Roger Fuchs
Längst sind Mitarbeitende der Swisscom Broadcast AG nicht mehr 7x24h auf dem Säntis. (Bild: Benjamin Manser)

Längst sind Mitarbeitende der Swisscom Broadcast AG nicht mehr 7x24h auf dem Säntis. (Bild: Benjamin Manser)

Normalerweise würde er auch in dieser Jahreszeit regelmässig einen Kontrollgang im «Alten Säntis» machen, sagt Bergwirt Ruedi Manser. Das sei derzeit schwierig, da er mit dem Helikopter auf den Gipfel gelangen müsse und diese Flüge seien vom Wetter abhängig. Er überlege sich daher die Fernwartung weiter auszubauen und eine Videokamera zu installieren, damit er das Gebäude künftig vermehrt von zu Hause aus überwachen könne.

Der laufende Umbau erfahre durch den Bahnunterbruch keine Verzögerung. Das Restaurant sei betriebsbereit. «Wir konnten im letzten Jahr alle geplanten Arbeiten der ersten Etappe abschliessen.» Der Rückbau der oberen Stockwerke erfolge während der kommenden Sommermonate. Während einer längeren Schönwetterperiode im Spätsommer soll der Neubau aufgestellt werden. Im darauf folgenden Winter könne der Innenausbau erfolgen.

Säntisabfahrten an Ostern wird es nicht geben

Weil wegen Lawinenschäden an einem Masten nicht bekannt ist, ab wann der Bahnbetrieb wieder läuft, ist es für Ruedi Manser schwierig, Saisonpersonal zu suchen. Wörtlich hält er fest:

«Ich kann den Stelleninteressenten keinen genauen Arbeitstermin nennen.»

Er sei aber überzeugt, dass die Verantwortlichen der Säntisbahn alles unternehmen, damit der Betrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden könne. «Wir werden gut informiert und ich bin überzeugt, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen.»

Normalerweise beginnt die Saison im «Alten Säntis» Mitte Mai. Falls bis dann die Bahn noch nicht läuft, hoffen wir, dass wenigstens Material- und Personaltransporte stattfinden könnten, damit die Besucher, die zu Fuss auf den Säntis gelangen, bewirtet werden können. Was sicher ist: Die klassischen Säntisabfahrten an Ostern werden dieses Jahr nicht stattfinden.

Diverse Arbeiten im Mehrzweckbau zu erledigen

Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntisbahn, hält fest, dass ihrerseits aktuell vier Leute und zwei Fremdmonteure auf dem Gipfel seien. Einerseits waren für diese Wochen die offiziellen Revisionsarbeiten an der Bahn vorgesehen, andererseits laufen Arbeiten bei der Abwasserreinigung und an den Liften. Auch die Schneeräumung auf den Flachdächern muss laufend sichergestellt sein. Um Personal auf den Säntis zu bringen, gibt es derzeit im Schnitt pro Woche drei Helikopterflüge. Einer der eigenen Leute sei auch der Koch.

Die Swisscom hingegen hat seit wenigen Jahren keine Mitarbeitenden mehr rund um die Uhr auf dem Berg stationiert. Mediensprecherin Esther Hüsler:

«Die Überwachung der Dienste erfolgt durch Fernüberwachung und -steuerung.»

Sollten ein System ausfallen oder Wartungsarbeiten notwendig werden, bräuchte man ebenfalls den Helikopter.

Der Säntisgipfel gilt als wichtiger Standort für die Versorgung der Region; vom Sendeturm aus werden Radio-Programme analog (UKW) und digital (DAB+) sowie TV-Programme digital terrestrisch ausgestrahlt (DVB-T). Zudem werden Richtfunk- und Sicherheitsfunksignale durch Swisscom Broadcast und verschiedene Mitbenutzer übertragen. Auch befinden sich Mess- und Überwachungsanlagen von Meteo Schweiz auf dem Säntis.

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