Wenn Jugendliche rauchen

In Mosnang hat kürzlich die Elternbildungskommission zu einem Referat über Tabakkonsum bei Kindern und Jugendlichen eingeladen.

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Am Referat der Elternbildung wurden die Hintergründe zum Tabakkonsum bei Jugendlichen aufgezeigt. (Bild: pd)

Am Referat der Elternbildung wurden die Hintergründe zum Tabakkonsum bei Jugendlichen aufgezeigt. (Bild: pd)

MOSNANG. Die Elternbildungskommission Mosnang hat vor kurzem zu einem Referat zum Thema Tabakkonsum bei Kindern und Jugendlichen ins Pfarreiheim Mosnang eingeladen. Die Referenten waren Santos Belsué, Tabakprävention, Franziska Schärli, Lungenliga St. Gallen, sowie Daniela Heierli-Looser und Helena Hohermuth, Soziale Fachstelle Unteres Toggenburg.

Nach der kurzen Begrüssung von Heidi Widmer begrüsste Santos Belsué auch im Namen der Referenten die Anwesenden und wies auf Angebote zur Tabakprävention hin, die vom Gesundheitsdepartement angeboten werden.

Viele Angebote bei Prävention

Referentin Franziska Schärli bat einleitend das Publikum, Stichworte zu sammeln, die mit dem Thema assoziiert würden. Auf die Begriffe Bezug nehmend erklärte sie, dass Nikotin ein Nervengift ist, das natürlich in der Tabakpflanze vorkommt, um sie gegen Schädlinge zu schützen.

Beim Menschen gelange das Nervengift in zehn Sekunden in das Belohnungszentrum im Hirn. In der Schnelligkeit der Wirkung und des Suchtpotenzials sei Nikotin mit Heroin vergleichbar. Das Nikotin stresst den Körper. Die Zigarette sei ein ganzer Cocktail von bis zu 4800 Substanzen chemischer Stoffe, die gesundheitsschädigend sind.

9000 Todesfälle pro Jahr

In der Schweiz gibt es rund 9000 Todesfälle infolge von Tabakkonsum pro Jahr. Es ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Referentin Schärli betonte, dass das Rauchen vor allem im jugendlichen Alter schädlich ist. Trotz Verboten der Eltern will das Verhalten, welches im Umfeld beobachtet wurde, geübt und ausprobiert werden.

Abschliessend erwähnte Franziska Schärli weitere Formen des Tabakkonsums wie Shishas und Snus, die genauso schädlich wie Zigaretten sind. Sie vermindern klar die Leistungsfähigkeit im Sport und haben das gleiche Suchtpotenzial wie Zigaretten. Oft werden diese Stoffe in Sportvereinen verbreitet konsumiert und verharmlost.

Santos Belsué lenkte anschliessend in die Pause über, in der er die E-Zigarette interessierten Anwesenden demonstrierte. Auf einem Informationstisch konnte sich das Publikum mit Informationsmaterial zum Thema eindecken.

Eltern sind Vorbilder

Daniela Heierli stellte die Arbeit der sozialen Fachstelle unteres Toggenburg vor. Die familiäre Situation habe oft einen grossen Einfluss auf die Handhabung der Tabakprävention. Helena Hohermuth stellte anschliessend die Vorbildfunktion der Eltern ins Zentrum. Jedes Individuum sei immer den folgenden Einflüssen ausgesetzt: dem Genuss, dem Willen, den Anreizen und der Abschreckung. Die offene Haltung der Erziehungsverantwortlichen könne die Entscheidung des Jugendlichen stark beeinflussen, und Verbote seien oft kontraproduktiv. Heidi Widmer überreichte den Referenten ein Präsent. Mit einer kleinen Anekdote zu einer persönlichen Erfahrung zur Tabakprävention mit ihrem Sohn kam der Informationsabend zu Ende. (pd)

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