Wenn das Haus kränkelt

In Speicher hat die Schadegg-Group AG mit Hauptsitz in Arni die Tochtergesellschaft O2-Care eröffnet. Damit erweitert das Unternehmen seine Angebote im Bereich Gebäudesanierungen um die Komponente Lüftungsanlagen.

Monika Egli
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Edi Hartmann (2. v. links) erklärt auf einem Rundgang, weshalb auch Lüftungsanlagen sauber sein sollten. (Bild: eg)

Edi Hartmann (2. v. links) erklärt auf einem Rundgang, weshalb auch Lüftungsanlagen sauber sein sollten. (Bild: eg)

SPEICHER. Wenn es um Schadstoffe aller Art in Gebäuden geht, hat es nun auch in Appenzell Ausserrhoden eine Anlaufstelle. Gleichzeitig mit der Gründung der Tochtergesellschaft O2-Care hat die Schadegg-Group AG mit Hauptsitz im zürcherischen Arni an der Hauptstrasse in Speicher Räumlichkeiten bezogen. Hier geht es, kurz gesagt, um Gebäude, denen es nicht gut geht, was sich über kurz oder lang auch auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirkt. So wird denn unter anderem auch ein Gesundheitscheck für Häuser angeboten, denn: «Bei Gebäuden, die zwischen 1950 und 1990 gebaut wurden, sind Schadstoffe die Regel, nicht die Ausnahme», wie es in einer der Broschüren heisst.

Für Mensch und Anlage

Die neu gegründet O2-Care kontrolliert, wartet und reinigt Lüftungsanlagen, was nicht nur bei herkömmlicher Bauweise, sondern ebenso bei Gebäuden mit Minergie-Standard und Komfortlüftungen ein Thema sei, wie Edi Hartmann, vormals Oberegg und heute Geschäftsleitungsmitglied, auf einem Rundgang erklärte und demonstrierte. Es war kein schöner Anblick, was den Besuchern zur Veranschaulichung verschmutzter Lüftungen, die eigentlich für Frischluftzufuhr sorgen sollten, gezeigt wurde. Schimmelpilze, Pollen und Keime beeinträchtigen nach Hartmanns Ausführungen zum einen die Gesundheit der Menschen; immerhin atme der Mensch pro Tag ungefähr 12 000 Liter Luft ein und aus. Zum andern leiden bei Verschmutzung aber auch die Anlagen. Die Schadegg O2-Care arbeite mit zertifizierten Hygienetechnikern und Spezialisten sowie einem unabhängigen Labor zusammen.

Vier Firmen, ein Dach

Nebst der O2-Care gehören zur Schadegg-Group eine Schadstoffmanagement GmbH, die Haus-Care GmbH sowie das Schweizerische Kompetenzzentrum, die Umwelt Arena, die in Spreitenbach steht. Dort wiederum besteht ein weit verzweigtes Netzwerk mit verschiedenen Partnern, Verbänden und dem Bund. Das Kompetenzzentrum bezeichnete CEO Thomas Schadegg als eigentliche Informationsdrehscheibe für den Wissensaustausch über Schadstoffe, Bauschäden, Wohngifte, Analysen, Sanierungen, Entsorgung und Umwelt. Wie er am Samstag sagte, sind es momentan vor allem die Gebäude aus den Jahren 1950 bis 1990, die zum Teil arg belastet sind mit Substanzen wie Asbest, Schimmelpilz, Schwermetallen und weiteren Schadstoffen. Nebst Sanierungen von Industrie- und Privatgebäuden gehe es aber vermehrt auch um Grossprojekte wie die Rückbauung von Kehrichtverbrennungsanlagen oder gar Atomkraftwerken. So sind denn auch die Ausrüstungen der Mitarbeiter beeindruckend, wie am Samstag zu sehen war: Komplette Atemschutzausrüstungen, mobile Mehrkammer-Dekontaminationsschleuseneinheiten mit Duschanlagen wie auch Unterdruck-Absauganlagen bis 25 000 m3 gehören unter anderem dazu.

Weitere Expansion geplant

Die Besucherinnen und Besucher, unter ihnen auch Gemeindepräsident Peter Langenauer und Wirtschaftsförderin Karin Jung, zeigten sich beeindruckt von der neuen Unternehmung, die gemäss Thomas Schadegg im Raume Ostschweiz die einzige dieser Art ist. Bereits hegt er weitere Expansionspläne und hat den Raum Bern/Basel im Auge.

www.schadegg-bau.ch www.sksm.ch

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