Wenn alles schiefläuft

Bazenheid hat durch das 1:1 gegen Absteiger Wängi seine Aufstiegschancen wohl vergeben. Mit drei Punkten Rückstand und der schlechteren Fairnesswertung ist das Rennen gelaufen.

Beat Lanzendorfer
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Drei Runden vor dem Ende der Saison wird es für Bazenheid (in Rot) immer schwieriger, Winkeln noch von Platz 1 zu verdrängen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Drei Runden vor dem Ende der Saison wird es für Bazenheid (in Rot) immer schwieriger, Winkeln noch von Platz 1 zu verdrängen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Viele Szenen gaben am Samstag Anlass zu Diskussionen. Drei wurden vom Unparteiischen aber so beeinflusst, dass sie spielentscheidend waren.

Maksuti schiesst Führung

Szene Nr. 1: Nach 55 Minuten kassierte Jan Ledergerber für ein Allerweltsfoul Gelb. Nach langen Diskussionen und nachdem er seine Assistenten befragte, wurde dem Schiedsrichter seine Entscheidung bewusst. Ihm blieb nichts anderes übrig, als den Bazenheider vom Feld zu weisen, weil dieser bereits in der ersten Halbzeit eine Verwarnung kassiert hatte. Szene Nr. 2: Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit wurde Früh im eigenen Strafraum gefoult. Der Pfiff blieb aus, kam aber zwei Sekunden später. Nun ahndete der Mann in Schwarz ein angebliches Foul von Baumann an seinem Gegenspieler. Er entschied auf Elfmeter, den Bommer locker zum 1:1 verwandelte. Die Führung war den Einheimischen eine halbe Stunde vorher gelungen. Maksuti hatte seinen Alleingang durch einen herrlichen Weitschuss mit dem 1:0 abgeschlossen – in Unterzahl.

Zweiter Platzverweis

In der Nachspielzeit warfen die Bazenheider alles nach vorne und suchten vehement das 2:1. Es fiel – in der 93. Minute. Ein Freistoss von links wurde lang und länger und landete im Tor der Wängener. Szene Nr. 3: Was nun passierte, brachte das Fass beinahe zum Überlaufen. Der Schiedsrichter annullierte den Treffer und gab Baumann für eine angebliche Schwalbe ebenfalls Gelb/Rot. Ball und Gegner waren allerdings weit und breit nicht in seiner Nähe. Aus Sicht der Bazenheider war es mehr als ärgerlich, dass der Schiedsrichter einen derart rabenschwarzen Tag einzog. Gespielt wurde auch noch. So sahen die Zuschauer im ersten Durchgang ein keck aufspielendes Wängi, das aufgrund der Möglichkeiten sogar ein Tor verdient gehabt hätte. Bazenheid kam mit Fortdauer der Partie dann immer besser in die Gänge und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass bei besserer Chancenauswertung die Launen des Unparteiischen nicht entscheidend gewesen wären.

Matchtelegramm: FC Bazenheid – FC Wängi 1:1 (0:0) – Sportplatz Ifang – 150 Zuschauer – SR Schmid – Tore: 59. Maksuti 1:0, 89. Bommer 1:1. FC Bazenheid: Bernet; Dilsiz, Früh, Vieira, Gebert; Stadler, Schrepfer (51. Maksuti), Farkas (43. Baumann); Ledergerber, Musliji (60. Marjakaj), Beluli. FC Wängi: Meiler; Luis, Sandmeier, Böhi, Widmer; Burgermeister, Gantenbein, Bommer, Holenstein, Derungs; De Carvalho Teixeira. Verwarnungen: 22. Ledergerber (Foul), 43. Beluli (Foul), 55. Ledergerber (Foul, Gelb/Rot), 62. Gebert (Foul), 77. Vieira (Foul), 82. Burgermeister (Foul), 89. Bernet (Reklamieren), 89. Baumann (Foul), 93. Baumann (Schwalbe, Gelb/Rot). Bemerkung: Bazenheid ohne Negro, Mlinaric, Düring (alle verletzt).