Weniger Verkehr wegen Baustelle

TOGGENBURG. Das Verkehrsaufkommen auf den Strassen im Toggenburg ist im vergangenen Jahr grösser geworden. An einigen Messpunkten ist die Zunahme beachtlich. Andernorts gab es weniger Verkehr, dies vor allem wegen der Bautätigkeit.

Sabine Schmid
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Im Kanton St.Gallen hat der Strassenverkehr im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent zugenommen. Dieser Trend wird im Toggenburg bestätigt. Dort passierten im vergangenen Jahr 1,19 Prozent mehr Fahrzeuge die Messstationen. Allerdings ist in dieser Zählung der Messpunkt an der Wilerstrasse in Wattwil nicht berücksichtigt. In diesem Abschnitt war vom 9. März bis zum 31. Oktober eine Baustelle eingerichtet und darum wurden die Fahrzeuge zeitweise nicht gezählt. Die Werte der Messstationen Brendi und Bunt in Wattwil zeigen, dass sich der Verkehrsstrom von der Wilerstrasse wegbewegt hat, mutmasslich aufgrund der Baustelle. Während in der Brendi der Strassenverkehr um 6,7 Prozent zugenommen hat, verzeichnete die Messstelle im Bunt ein Minus von 3,4 Prozent. Es kann angenommen werden, dass einige Autofahrer die Umfahrung genommen haben, um der Baustelle und den damit verbundenen Wartezeiten auszuweichen. Eine Baustelle gibt es auch in Bütschwil. Diese schlägt sich in der Zählung der Messstelle Bütschwil-Ganterschwil nieder, wo ein Minus von 5,5 Prozent verzeichnet wurde.

Viele umfahren Bazenheid

Am grössten ist das Verkehrsaufkommen auf der Umfahrung Bazenheid. Fast 7 Millionen Fahrzeuge haben diese Messstelle im vergangenen Jahr passiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 2,4 Prozent. Rund eine Million Fahrzeuge weniger wurden im Dorf Bütschwil registriert. Die Zahlen deuten darauf hin, dass der grosse Verkehrsstrom weiter über die Umfahrung Lichtensteig und Wattwil auf den Ricken führt. Die Zunahme des Verkehrs im vergangenen Jahr fiel an den diversen Messpunkten an dieser Route jedoch unterschiedlich aus. Auf der Umfahrung Lichtensteig wurden 1,6 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt, beim Ibergtunnel betrug die Zunahme 4,7 Prozent und im Hummelwald war es ein Plus von 1,8 Prozent. Weniger Strassenverkehr gab es im vergangenen Jahr im Neckertal. Die Messstelle in St. Peterzell Auboden wie auch jene auf der Wasserfluh registrierten je ein Prozent weniger Fahrzeuge. Ebenfalls ein leichtes Minus von 1,1 Prozent verzeichnete die Messstation in Mühlrüti in Richtung Hulftegg. Kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es auf der Strasse in Richtung Obertoggenburg. An der Zählstelle Wis in Wattwil, in der Horben in Ebnat-Kappel und im Befang in Wildhaus wurden nur minim mehr Fahrzeuge gezählt.

Bergrennen bringt mehr Autos

Keinen Trend gibt es bezüglich des besten Tages im Jahr. Klar ersichtlich sind aber zwei Ereignisse im vergangenen Jahr. Das Bergrennen in Hemberg hat zu mehr Verkehr auf der Strasse nach Wattwil geführt. Der Tagesdurchschnitt von 927 Fahrzeugen wurde am Sonntag des Bergrennens um das 2,6fache überschritten. Während des gesamten Jahres registrierte die Messstation im Chrummbach 3,4 Prozent mehr Fahrzeuge. Auch der Tag mit dem grössten Verkehrsaufkommen auf der Schwägalp lässt sich einordnen. Rund um den Nationalfeiertag war am Säntis die grösste Schweizer Fahne der Welt aufgehängt, welche viel Publikum anzog. Wie viele Besucher diese Attraktion angeschaut haben, lässt sich nicht beziffern. Am Sonntag, 2. August, passierten jedoch mehr als 5000 Fahrzeuge die Passhöhe Schwägalp. Damit wurde das Tagesmittel von 1100 Fahrzeugen um ein Vielfaches überschritten. Insgesamt steigerte sich der Strassenverkehr über die Schwägalp um 7,5 Prozent.

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