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Weniger Ostschweizer Honig: Magerer Ertrag wegen Trockenheit und Hitze

Wegen der diesjährigen Hitzewelle gedeihen viele Pflanzen nicht wie üblich. Das Vertrocknen der Blüten spüren auch die Imker. Ihre Bienen haben die Saison hindurch fast keine Pollen sammeln können.
Die Sommerernte brachte wenig Honig ein. (Bild: Sabrina Stübi/2014)

Die Sommerernte brachte wenig Honig ein. (Bild: Sabrina Stübi/2014)

Die einen fürchten sich vor ihren Stichen, die anderen züchten sie in ihrem Garten: Bienen sind überlebenswichtig für Mensch und Natur und erzeugen ausserdem leckeren Honig. Nicht umsonst haben sie den Ruf, fleissig zu sein. Ein Imker kann bis zu drei Mal im Jahr Honig ernten. Aufgrund der diesjährigen Hitzewelle fiel der Ertrag jedoch nicht wie gewünscht aus.

«Die Sommerernte ist äusserst mager ausgefallen», so Emil Breitenmoser, der im Vorstand des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell als Berater tätig ist.

Nach einer zufriedenstellenden Frühjahresernte gelte dieser Sommer als Extremfall. Der Ertrag ist nicht nur von den Bienen abhängig. Die Hitze mache die Insekten zwar ein wenig träge, ansonsten können sie sich jedoch mit eigenen Strategien vor dem Hitzetod schützen. Sie fliegen Wasser in den Bienenstock oder fächern die warme Luft mit ihren Flügeln heraus. Ausserdem verschieben sie ihre Hauptflugzeiten auf den frühen Morgen oder den späteren Abend.

Frühzeitiges Ende der Sommerernte

Grund für den mageren «Honig-Sommer» ist, dass die Bienen während der Trockenperiode keine Pollen finden konnten. «Schon früh haben wir gemerkt, dass sie aufgrund vertrockneter Pflanzen keinen Nektar mehr einfliegen», so der Bienenkenner. Reagiert haben die Schweizer Bienenzüchter prompt. «Schon Mitte Juli haben wir die Honigwaben weggenommen», erzählt der erfahrene Imker. Dies sei früher als gewöhnlich. An der diesjährigen Sommerernte gibt es nichts mehr zu rütteln. Einen Tipp kann der Zuchtberater jedoch geben. Die Imker sollen den Bienen eine nahe gelegene Wasserquelle zur Verfügung stellen:

«Am besten ist ein moosbewachsener Brunnen. So haben die Bienen einen Landeplatz auf dem Wasser und können aus dem nassen Gewächs Flüssigkeit ziehen».

Sonst müssen keine weiteren Massnahmen ergriffen werden.

Die Obsternte wird gemäss Breitenmoser nicht darunter leiden. «Die Bestäubung erfolgte schon im Frühling.» (sab)

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