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Weniger Krach trotz mehr Schuss

Die Schiessanlage Berstel in Nesslau verfügt neu über lärmdämmende Schallschutztunnels. Damit wollen die SG Nesslau und der MSV Speer-Laad der Anwohnerschaft entgegenkommen.
Olivia Hug
Die Schiessanlage Berstel in Nesslau ist nun mit acht Schallschutztunnels ausgerüstet. (Bild: Olivia Hug)

Die Schiessanlage Berstel in Nesslau ist nun mit acht Schallschutztunnels ausgerüstet. (Bild: Olivia Hug)

NESSLAU. Dass die Schützengesellschaft (SG) Nesslau vor drei Jahren mit dem Militärschützenverein (MSV) Speer-Laad eine Standgemeinschaft gebildet hat, bringt Vorteile mit sich – trotz Aufgabe des eigenen Schiessstandes seitens der Laader Schützen. Es werden die Kosten gemeinsam getragen, der Nachwuchs gemeinsam gefördert und die Ressourcen gemeinsam genutzt. Ein Modell, das Schule machen dürfte, aber auch einen kleinen Nachteil hat: Die Emissionen rund um die Schiessanlage Berstel sind gestiegen. «Im Laufe der Jahre sind die Quartiere näher an die Anlage Berstel heran gewachsen», erklärt Andreas Schweizer, Präsident der SG Nesslau. «Obschon der Geschoss-Knall mit jedem Meter, den man vom Verursacher entfernt ist, rasant leiser wird, ist es doch ein Knall, den die Anwohnerinnen und Anwohner hören können.»

Besser als die Vorschriften

Ein Grund für die Schützinnen und Schützen, das Mögliche an zusätzlicher Technik anzuschaffen, die den Lärm in Grenzen hält. Gemäss den Vorschriften der Lärmschutzverordnung bewegten sich die Nesslauer Schützinnen und Schützen zwar knapp im Rahmen der erlaubten Dezibel und es wären keine Massnahmen nötig gewesen. Dennoch wurden vor kurzem acht Schallschutztunnels installiert, welche gemäss Andreas Schweizer die Lautstärke des Mündungsfeuer-Knalls um bis zu 20 Dezibel geringer machen können. Vor allem in Richtung des Dorfes, der Schneit und der Buebenegg sind die Vorkehrungen wahrnehmbar – in Geschossrichtung sind die Tunnels nur bedingt wirksam. Kostenpunkt der Investition: Rund 25 000 Franken. «Budgetiert war fast das Doppelte», so der Präsident, «da wir jedoch möglichst viel eigenständig gemacht und Occasionsanlagen gekauft haben, konnten wir den Betrag stark senken.»

Möglichst selbsttragend

Die Kosten werden von der Gemeinde Nesslau-Krummenau als «einmalige Grossinvestition» übernommen. Im Gegenzug sollen die rund 70 Schützinnen und Schützen künftig die anfallenden Kosten für die Wartung der Anlagen oder die Entsorgung der Hülsen selber tragen. Eine Verpflichtung, die den Mitgliedern der beiden Schützenvereine nicht fern liegt: «Wir sind versucht, unser Hobby möglichst selbsttragend auszuüben», betont Andreas Schweizer. Dazu gehört auch, dass die momentan laufende Fassadensanierung an der Schiessanlage weitgehend im Alleingang vorgenommen wird. Ist diese erfolgt, sei die Anlage im Berstel «auf dem neusten Stand», insbesondere was die Technik anbelangt, sagt der Schütze und verweist auf die Schallschutztunnels und -wände sowie den jüngst sanierten Kugelfang und die moderne Trefferanzeige-Anlage.

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