Weniger Geld für Energie

AUSSERRHODEN. Per 1. August streicht der Kanton Appenzell Ausserrhoden die Förderung von Photovoltaik-Anlagen und Minergie-Neubauten sowie die kantonalen Zusätze zum Gebäudeprogramm.

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AUSSERRHODEN. Per 1. August streicht der Kanton Appenzell Ausserrhoden die Förderung von Photovoltaik-Anlagen und Minergie-Neubauten sowie die kantonalen Zusätze zum Gebäudeprogramm. Laut Kantonskanzlei wurden bereits im September 2012 die Beiträge für Photovoltaik-Anlagen aufgrund der Kostenentwicklung um 50 Prozent gesenkt. Mit der kantonalen Förderung konnten bis anhin Anlagen zusätzlich unterstützt werden, welche in absehbarer Zeit kaum zu einem Bundesbeitrag gekommen wären.

Per 1. Januar 2014 würden dem Bund aber bedeutend mehr Mittel zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung stehen. Diese Mittelerhöhung gründe auf der parlamentarischen Initiative «Freigabe der Investitionen in erneuerbare Energien ohne Bestrafung der Grossverbraucher». Damit werde ein rascher Abbau der Beitrags-Warteliste beim Bund garantiert und mache die kantonale Förderung unnötig.

Kein Beitrag für Minergie-Häuser

Die Sanierung von Wärmedämm-Massnahmen bei bestehenden Bauten fördere das Gebäudeprogramm des Bundes nach wie vor. Wie es weiter heisst, werde aber auf die Ausrichtung eines zusätzlichen, kantonalen Gesamtsanierungsbonus verzichtet, um den Energiefonds zusätzlich zu entlasten . Weiter bedürften Neubauten im «Minergie-Standard» keiner finanziellen Unterstützung mehr, da diese heute dem gesetzlichen Standard nahe kommen würden.

Entlastungswirkung ab 2015

Die Anpassungen des Förderprogramms führen zu einer zeitlich verzögerten Entlastung des Energiefonds. Die volle Entlastungswirkung der Förderbeiträge werde auf 960 000 Franken pro Jahr geschätzt und entfalte sich ab 2015. Von diesen Änderungen nicht betroffen seien bestehende und zugesicherte Gesuche. (kk)