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Wegen Schwägalp-Lawine: Starker Rückgang bei den Logiernächten in Ausserrhoden

Im Appenzellerland entwickeln sich die Logiernächte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 unterschiedlich. In Ausserrhoden gehen sie zurück, während Innerrhoden zulegen kann.
Jesko Calderara
Nach dem Lawinenunglück musste das Hotel im Januar 2019 für einige Tage geschlossen werden. Bild: Urs Bucher (11. Januar 2019)

Nach dem Lawinenunglück musste das Hotel im Januar 2019 für einige Tage geschlossen werden. Bild: Urs Bucher (11. Januar 2019)

Der Tourismus in Appenzell Ausserrhoden hat ein schwieriges erstes Halbjahr 2019 hinter sich. Die Zahl der Logiernächte ist gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 9,2 Prozent auf 48'379 eingebrochen. Dies zeigen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Zum Vergleich: Schweizweit haben die Logiernächte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 1,5 Prozent zugenommen.

Hauptgrund für das Minus in Ausserrhoden dürfte das Lawinenunglück sein, welches die Schwägalp Anfang Januar erschütterte. In der Folge musste das Hotel Säntis für einige Tage geschlossen werden, die Schwebebahn stellte während fast fünf Monaten ihren Betrieb ein. Dies hinterliess nun offenbar Spuren im Ausserrhoder Tourismus, wie der Statistik zu entnehmen ist. Demnach gingen die Logiernächte in Hundwil, zu dessen Gemeindegebiet die Schwägalp gehört, um 3600 zurück.

Einen leichten Rückgang mussten zudem die Gemeinden Herisau, Gais, Urnäsch und Heiden hinnehmen. Mehr Gäste als 2018 haben dafür in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Speicher übernachtet. Aus Datenschutzgründen machen nicht alle Gemeinden Angaben zu den Logiernächten.

Die Daten des Bundesamtes für Statistik liefern nur die halbe Wahrheit, denn die Parahotellerie ist darin nicht enthalten. Zu dieser Gruppe der Beherbergungsmöglichkeiten gehört beispielsweise das Reka-Feriendorf in Urnäsch. Mit rund 27'000 Logiernächten erzielte dieses eine Auslastung auf Vorjahresniveau.

Guido Buob. (Archivbild: Andy Lehmann)

Guido Buob. (Archivbild: Andy Lehmann)

Besser als in Ausserrhoden lief der Tourismus im Nachbarkanton. Appenzell Innerrhoden verzeichnete bei den Logiernächten ein Plus von rund fünf Prozent. Mit 57'664 liegt der Wert deutlich über jenem Ausserrhodens. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Umbau des Hotels Hof Weissbad. Das Flaggschiff des Innerrhoder Tourismus war im Januar und Februar 2018 während sieben Wochen geschlossen. Für das diesjährige Wachstum gibt es aber noch andere Ursachen. Guido Buob, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AI:

«Zahlreiche Häuser im Kanton haben ebenfalls in die Zimmer investiert und können nun die Früchte ernten.»

Als Beispiel erwähnt er die neu eröffnete «Weissbad Lodge». Zudem hätten die Hotels Appenzell und Löwen sowie zahlreiche Berggasthäuser ihre Zimmer saniert, sagt Buob. Trotz der Schliessung des «Hof Weissbad» war bereits 2018 für den Tourismus in Innerrhoden ein gutes Jahr. Nun ging der Aufwärtstrend 2019 weiter.

Die Zahl der Hotelbetten in Ausserrhoden ist gesunken

Aussagekräftiger als ein Jahresvergleich ist die Analyse über einen längeren Zeitraum. Insbesondere die touristische Entwicklung in Ausserrhoden war in den vergangenen zehn Jahren negativ. Beispielsweise gab es 2009 im Kanton 71 Betriebe mit total 1064 Hotelzimmern. Nach einigen Schliessungen umfasst demgegenüber das Angebot heute noch 770 Zimmer.

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