Wenig Pilze für diese Jahreszeit

Seit 1984 leite ich die Pilzkontrollstelle und betreue die Gemeinde Herisau als kantonaler Kontrolleur. In all den Jahren konnte nie festgestellt werden, dass um diese Jahreszeit so wenige Pilze wachsen. Meiner Meinung nach sind die heissen und trockenen Monate April und Mai mitschuldig.

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Seit 1984 leite ich die Pilzkontrollstelle und betreue die Gemeinde Herisau als kantonaler Kontrolleur. In all den Jahren konnte nie festgestellt werden, dass um diese Jahreszeit so wenige Pilze wachsen. Meiner Meinung nach sind die heissen und trockenen Monate April und Mai mitschuldig. Anfang August bis September machten sich Kaltfronten bemerkbar, wobei der kalte Boden und der Föhn das Wachstum der Pilze störte. Das Pilzgeflecht im Boden ist ausgetrocknet, was sich beim Wachstum bemerkbar machte. Eine Anmerkung über die letzthin erschienenen Zeitungsartikel und die Bilder über das Vorkommen der Pilze im August und September, die Schreibende nach jedem grossen Regen versprechen, dass die Pilze nur so aus dem Boden spriessen, besteht nicht. Ich beobachte das Vorkommen der Pilze genau, da ich zusammen mit meiner Frau sehr viel in den Wald gehe, müssen wir feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich bekomme sehr viele Anfragen von Pilzsammlern über das Pilzvorkommen. Seit über drei Wochen habe ich nur selten Kontrollen mit einigen bedeutungslosen Pilzen durchgeführt. Die Monate September und Oktober können vielleicht, wenn das Wetter mitmacht, noch einiges aufholen, denn die Natur ist einzigartig.

Sepp Klarer,

Pilzkontrollstelle Herisau

Andrea Caroni in den Nationalrat

Appenzell Ausserrhoden hat nur einen einzigen Nationalratssitz. Ich wünsche mir in Bern eine Vertretung, welche sich voll und ganz den Anliegen unseres Kantons in Bern widmen kann und auch Zeit hat, in Kommissionen und in der Fraktion mitzuwirken. Dies kann nur eine Person, welche nicht neben dem Amt als Nationalrat noch ein weiteres zeitintensives Amt hat.

Mit Andrea Caroni wählen wir eine junge Person nach Bern, welche sich mit viel Energie und frischem Wind im Nationalrat einbringen kann. Des weiteren bringt Andrea Caroni von allen Kandidaten die grösste Erfahrung in Bundesbern mit. Er muss sich im Bundeshaus nicht lange ein Beziehungsnetz aufbauen, da er bereits über viele Kontakte über alle Parteigrenzen hinaus verfügt.

Schreiben auch Sie am 23. Oktober den Namen «Andrea Caroni» auf den Wahlzettel und wählen Sie eine junge, motivierte und kompetente Person in den Nationalrat.

Kevin Friedauer

Platz 1234, 9428 Walzenhausen

Respekt für das Gassenbild nötig

«KGH-Neubau: Verhärtete Fronten», Ausgabe vom 3. Sept.

Als offizieller Rekurrent, aber mit der Unterstützung von 220 Unterschriften und sämtlicher Anstösser nehme ich zur Reaktion der Fachgremien Stellung. Während der Planauflage äusserte sich der Heimatschutz AR mit einem kritischen Hinweis, der allerdings in den Wind geschlagen wurde. Die Kommission für Denkmalpflege empfiehlt ebenfalls diverse Verbesserungen: «Die Fassadengliederung zu verfeinern, die Einführung horizontaler Elemente zu prüfen, die Fensteröffnungen in der Grösse zu reduzieren und zur Stärkung der gassentypischen Merkmale das Gebäude mit einem Vordach zu versehen.» Bei meinem Rekurs beziehe ich mich auf die Empfehlungen der beiden Fachverbände. Es ist mir unverständlich, warum der Widerstand in der Fassadengestaltung nicht nachvollziehbar sein soll.

Der Bau eines Flachdaches hat eine Fassadenhöhe von 12 m zur Folge. Sie überragt die historische Häuserzeile wesentlich. Diese Tatsache konnten die Fachleute aus den Fassadenplänen nicht feststellen. Auf diesen sind die Nachbarbauten, obwohl in der Bauverordnung für die Ortsbildschutzzone vorgesehen, nicht dargestellt. Übrigens steht in Art. 62 des Baureglementes, dass in der Regel nur Schrägdächer zugelassen sind und die Dachform auf die Umgebung abzustimmen sind. Mit einem Schrägdach wirkt der Neubau viel angepasster und niedriger.

Die Anforderungen und die Bedürfnisse der Kirchgemeinde sind gemäss Aussagen Kivo optimal erfüllt. Sind es diejenigen eines gassengerechten Ortsbildes, wie es die Bevölkerung wünscht, ebenfalls? Ich erwarte mit der geforderten Projektüberarbeitung mehr Respekt für das Gassenbild und eine Lösung des ästhetischen Problems.

Warum gibt die Kivo die Fassadenpläne auf ihrer Homepage oder in der Appenzeller Zeitung immer noch nicht bekannt, obwohl sie überzeugt ist, das Bauvorhaben füge sich gut in die Schmiedgasse ein?

Fritz Wittwer

Schmiedgasse 44, 9100 Herisau

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