Wenig Ertrag für viel Aufwand bei den Appenzeller Handballern

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell unterliegen Pfader Neuhausen auch in der Meisterschaft.

Martin Hüsler
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Laurin Manser schafft am Kreis eine Lücke für Tim Thür.

Laurin Manser schafft am Kreis eine Lücke für Tim Thür.

Bild: PD

25:27 Ende August im Cup, 24:29 nun in der laufenden Meisterschaft: Pfader Neuhausen erwies sich auch beim zweiten Auftritt in Appenzell innert weniger Wochen als zu stark für den TV Appenzell. Dabei hatte zur Pause (12:13) noch berechtigte Hoffnung auf einen Punktegewinn der Innerrhoder bestanden.

Hätte der TVA nach der Pause an jenen Schwung anknüpfen können, den er in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit an den Tag legte, wäre der Ausgang des kampfbetonten Spiels wohl länger ungewiss gewesen. In den besagten drei Minuten brachten Tim Thür und Thomas Loser vier Gegenstösse erfolgreich ins Ziel und reduzierten so einen 8:13-Rückstand auf ein Mass, das hoffen liess. Und diese Hoffnung erhielt erst recht Nahrung, als nach Wiederanpfiff Rouven Bischof und Simon Manser gar für eine 14:13-Führung sorgten. Danach aber nahmen die Schaffhauser das Heft in die Hand, zogen gleich und setzten sich allmählich ab. Nach dem 17:23 eine knappe Viertelstunde vor Schluss hätte es schon eines enormen Aufbäumens der Innerrhoder bedurft, um der Partie noch eine Wende zu geben.

Zu viele Eigenfehler beim TV Appenzell

«Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren», konstatierte TVA-Trainer Christian Hamm. Er ortete in seinem Team zu viele Eigenfehler und zu wenig einfache Tore, als dass ein Punktegewinn in den Bereich des Möglichen hätte rücken können. Der Wille, die offene Rechnung aus der Cuppartie zu begleichen, war gewiss vorhanden, doch trotz aller Anstrengungen blieb der Ertrag erheblich unter dem Aufwand. «Man muss einfach auch sehen, dass die Pfader mit ihrer körperlichen Überlegenheit einen Pluspunkt aufwiesen, derweil auf unserer Seite das Potenzial bei den Würfen aus dem Rückraum verbesserungsfähig ist», machte Christian Hamm einen weiteren Mangel aus. Dabei dürfte sich etwa Lukas Manser mit seiner Sprungkraft diesbezüglich durchaus mehr zutrauen.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor war gewiss auch die Absenz bewährter Kräfte. So fehlten Kreisläufer Sven Sutter sowie die Aufbauer Fabio Hörler und Elias Valaulta. Gerade die Achse Valaulta/Sutter bürgt in der Regel für etliche Tore über den Kreis. Und nicht auf ihr gewohntes Rendement kamen am Samstag die beiden Torhüter, ansonsten sichere Werte. Abwehrquoten von 23 (Graf) und 8 (Brülisauer) Prozent sind bei ihnen eher unüblich.

Nach drei Spielen liegt der TV Appenzell auf Platz sechs der Tabelle, wobei die übrigen sieben Mannschaften allerdings bis zu drei Partien mehr ausgetragen haben. Insofern täuscht die bisherige Bilanz. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag der Tabellenzweite SC Frauenfeld, der im heimischen Rüegerholz als Favorit antritt.

TV Appenzell – Pfader Neuhausen
TV Appenzell: Raffi Graf (5 Paraden)/Thomas Brülisauer (1 Parade); Lukas Manser (1), Yannick Inauen (4/1), Noah Inauen (2), Tim Thür (4), Simon Manser (2/1), Rouven Bischof (3), Fabian Graber (1), Marko Sabljo, Thomas Loser (3), Rouven Inauen (1), Laurin Manser (2), René Rigas (1). – Strafen: Appenzell 7 x 2 Minuten, Neuhausen 2 x 2 Minuten.