Wenig Bedarf an Kaufrecht

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Übergangsregelung Das revidierte PBG bringt neue Bestimmungen, die der Baulandhortung entgegenwirken sollen. So erhalten Gemeinden ein gesetzliches Kaufrecht für eingezontes, grob erschlossenes Bauland. Es gilt unter gewissen Bedingungen und wenn der Besitzer auf dem Areal nicht selber baut. Die Gemeinden können das Land gegen den Willen des bisherigen Besitzers kaufen. Sie müssen ihm aber den Marktpreis bezahlen. Im Toggenburg haben die Gemeinden offenbar wenig Lust, davon Gebrauch zu machen.

Für den Gemeinderat von Wildhaus-Alt St. Johann steht in den nächsten Jahren die Auszonung im Vordergrund. In Nesslau ist noch keine Entscheidung ­gefallen. Der Gemeinderat unterstütze die Baulandhortung aber nicht, antwortete Kilian Looser. Wattwil wird laut Marc Bohnenblust selektiv jeden Fall prüfen, sofern sich die Frage stellt.

Lichtensteig muss laut Ma­thias Müller das gesetzliche Kaufrecht nicht ausüben, da die Landbesitzer daran interessiert seien, ihre Projekt zu realisieren. Das gesetzliche Kaufrecht ist für Karl Brändle (Bütschwil-Gantersch­wil) ein neues wirksames In­strument gegen die Baulandhortung. «Aktuell haben wir keine Fälle, weshalb wir davon keinen Gebrauch machen müssen.» Auch für Mosnang ist das Kaufrecht momentan nicht von Bedeutung. Das antwortete Renato Truniger. «Wir haben in jüngerer Vergangenheit Land gekauft, für die ­Bebauung aufbereitet und wieder zum Verkauf freigegeben. Dies ohne den Druck eines Gesetzes.»

Das Kaufsrecht erfordert auch Geld

Positiv tönt die Antwort aus Oberhelfenschwil. Die Gemeinde sei daran interessiert, geeignetes Bauland auf den Markt zu bringen, war von Toni Hässig zu erfahren. Den Kauf von Parzellen beurteilt er als geeignetes Instrument. Christian Spoerlé bejaht das Vorkaufsrecht grundsätzlich. Ebnat-Kappel fehlten im Moment aber die Finanzen, und man müsse Investitionen bewältigen, sagte er. Neckertal wird gemäss Vreni Wild prüfen, das Kaufrecht «bei Restparzellen, die wir jetzt nicht auszonen können, bei welchen Verdacht auf Baulandhortung besteht», auszuüben.

Die Gemeinderäte von Hemberg und Lütisburg haben die Frage noch nicht diskutiert. Das war von den Gemeindepräsidenten Christian Gertsch beziehungsweise Imelda Stadler zu erfahren. Kirchberg wird das Kaufrecht gemäss Auskunft von Ratsschreiber Magnus Brändle prüfen, wenn der Richtplan, der Zonenplan und das Baureglement revidiert sind. Die Arbeiten dazu beginnen im kommenden Jahr. (mkn)