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WELTREKORD: Der, der nicht in die Stube passt

Nun hatten sie also wieder eine verrückte Idee, die Mosliger. Einen Adventskranz wollen sie bauen, einen etwas ungewöhnlichen, aufsehenerregenden, übergrossen.
Michael Hug
Mosligerinnen und Mosliger binden den Weltrekord-Adventskranz auf der Wiese an der Hauptstrasse zwischen Mosnang und Libingen. (Bild: Michael Hug)

Mosligerinnen und Mosliger binden den Weltrekord-Adventskranz auf der Wiese an der Hauptstrasse zwischen Mosnang und Libingen. (Bild: Michael Hug)

Einer, der etwas grösser ist als sonst üblich, einer, der in die UFO-Kategorie, aber nicht in eine Stube passt – in keine Stube. Ein solcher soll es werden. Ja, der grösste überhaupt soll es sein, weltweit der grösste, ein Weltrekord gar, eingetragen ins Buch der Rekorde, für immer, mindestens aber hoffentlich für lange. Noch niemand hat je einen grössten Adventskranz gemacht. Grosse vielleicht, naja, grosse gibt es bestimmt viele, aber keiner war so gross, dass er wirklich Aufmerksamkeit erregt hätte. Nach einiger Vorarbeit, planen, hirnen, Ort und Platz suchen, Bewilligung einholen, informieren, Freiwillige suchen, Bevölkerung aufrütteln und so weiter haben sich in den letzten Tagen Fachleute und Freiwillige des Verkehrsvereins daran gemacht, das Gerüst des Kranzes, den Ring, vorzubereiten. In der Sägerei wurden Schwarten zu Hohlkörperteilen zusammengenagelt und in der vergangenen Woche auf dem für den Weltrekordversuch vorgesehenen Gelände im Aufeld aufgestellt. 120 Meter Durchmesser hat der Ring, das heisst, wird er haben, denn noch steht erst etwa ein Drittel, und etwa 400 Meter Umfang, und er wird zweimal über die Libingerstrasse führen, auch das ist speziell.

Binden nach althergebrachter Sitte

Aus der Luft werden die Ausmasse des Adventskranzs sichtbar. (Bild: PD)

Aus der Luft werden die Ausmasse des Adventskranzs sichtbar. (Bild: PD)

Am letzten Samstag erfolgte der Aufruf zum Einbinden und Schmücken des Kranzes. «Spatenstich» nannte es der Verkehrsverein.

Spaten brauchte es dazu nicht, dafür viel Reisig und Bindematerial zum Binden. Und viele, sehr viele Hände. Diese Hände umbanden innert kurzer Zeit etliche Meter des Hohlholzringes mit Tannenreisig, so wie man das eben macht nach althergebrachter Sitte: Grüne Reisigzweige um den Ringkörper binden, schön gleichmässig und trotzdem dicht, so dass das Darunter nicht mehr zu sehen ist.

Sieht einfach aus, ist aber schon beim Stubenkranz nicht einfach und bei einem Weltrekordkranz noch schwieriger und vor allem anstrengender.

Entstehung des Weltrekord-Adventskranzes

Und dann schmücken. Den Schmuck sollen die Mosligerinnen und Mosliger beibringen. Sie konnten sich dafür am Samstag die gewünschten Kranz-Meter reservieren lassen. «Euren Fantasien sind keine Grenzen gesetzt,» sagte VV-Präsident und Motivator Max Gmür. Fast keine, eigentlich, denn erlaubt war (und ist immer noch) Schmuck in den Farben Weiss, Silber und Rot. Ausserdem sind Glaskugeln, Agraffen, Nägel und Lametta nicht zugelassen.

Und Werbung ist schon grad gar nicht erlaubt, das bleibt nur der Brauerei, die das vorgesehene Eisfeld innerhalb des Kranzes sponsort, vorbehalten. Bleibt nicht viel Spielraum, doch den an verrückte Aktionen gewöhnten Mosliger Einwohnern wird schon etwas einfallen. Was ihnen einfällt und wie die Entstehung des Weltrekord-Adventskranzes weiter vor sich geht, wird im Laufe der nächsten Wochen zu sehen sein.

www.adventskranz-mosnang.ch

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