Weiterhin steigende Preise

Positive Zahlen bei der Rechnung und den Mitgliederzahlen, interessante Aussichten für Immobilien sowie die Verstärkung des Vorstands prägten die Hauptversammlung des Hauseigentümerverbands (HEV) Neu- und Obertoggenburg.

Adi Lippuner
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Elmar Steiger, neu im Vorstand des Hauseigentümerverbands Neu- und Obertoggenburg (links), und Präsident Thomas Döbeli. (Bild: Adi Lippuner)

Elmar Steiger, neu im Vorstand des Hauseigentümerverbands Neu- und Obertoggenburg (links), und Präsident Thomas Döbeli. (Bild: Adi Lippuner)

WATTWIL. 65 Mitglieder nahmen an der HV des Hauseigentümerverbands Neu- und Obertoggenburg am Mittwochabend im «Thurpark» teil. In seinem Jahresbericht ging Präsident Thomas Döbeli auf die Situation der Immobilien in der Schweiz, aber auch in der Region ein. Von Martin Eigenmann von «energietal toggenburg» gab es Informationen über «Energieberatung für die nachhaltige Immobilien-Investition». Zudem wurde der Vorstand mit Elmar Steiger, Wattwil, verstärkt. «Dies mit Blick auf allfällig anstehende Veränderungen beim Ablauf der Amtsperiode im Jahr 2016,» so die Erklärung von Thomas Döbeli.

Tiefere Preissteigerungen

«Für das laufende Jahr rechnet die Mehrheit der Immobilienexperten sowohl beim selbst genutzten Wohneigentum als auch bei den Mehrfamilienhäusern mit steigenden Preisen,» liess Thomas Döbeli die Anwesenden wissen. «Die erwarteten Preissteigerungen liegen jedoch klar unter den Vorjahren. Zum Immobilien-Markt Toggenburg/Neckertal war zu hören: «Der regionale Immobilien-Markt hat sich im Jahre 2013 ähnlich wie in der Schweiz entwickelt. Im angrenzenden Neckertal ist tendenziell nach wie vor von einer Stagnation der Entwicklung zu sprechen.»

Ungebrochen hoch blieb die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern, aber auch neu erstellte Eigentumswohnungen finden ihre Besitzer in der Regel bereits im Planungsstadium. «Bei gleich bleibender Bevölkerungsentwicklung im Toggenburg stellt sich die Frage, ob diese Wohnungen weiterhin problemlos veräussert werden können,» so Thomas Döbeli. Gut gestalte sich auch die Vermietung von Wohnungen. «Die Region liegt mit einem Leerwohnungsbestand von 1,46 Prozent nach wie vor unter dem kantonalen Durchschnitt von 1,51 Prozent», erklärte der Präsident. Allerdings gebe es starke Schwankungen zwischen den einzelnen Gemeinden – Oberhelfenschwil 0,67 Prozent, Lichtensteig 3,13 Prozent.

Verdichtung gegen innen

Thomas Döbeli verwies auf die relativ hohe Anzahl an nicht mehr zeitgemässer Bausubstanz in der Region. «Es ist nur vereinzelt festzustellen, dass diese abgebrochen und am gleichen Platz ein Neubau erstellt wird. Immer noch werden ältere Bauten eher erneuert oder teilerneuert.» Als Hauptgrund für dieses Vorgehen ortet Thomas Döbeli die nach wie vor unterdurchschnittlichen Baulandpreise. «Infolge der raumplanungsrechtlichen Veränderungen, bei welchen unter anderem eine Verdichtung gegen Innen angestrebt wird, ist aber damit zu rechnen, dass auch im Toggenburg und Neckertal inskünftig der Abbruch von nicht mehr zeitgemässer Bausubstanz eine höhere Bedeutung finden wird», ist der Präsident überzeugt.

Positive Zahlen

Kassier Ernst Untersander konnte eine Rechnung mit einem Einnahmenüberschuss von knapp 2000 Franken vorlegen. Im Budget war noch eine Entnahme aus Rückstellungen von 4700 Franken vorgesehen. Auch das Budget für das laufende Jahr sieht, bei Einnahmen und Ausgaben von je 68 700 Franken, eine «schwarze Null» vor. Der Mitgliederbeitrag wird auf 40 Franken für Stockwerkeigentum und Einfamilienhaus und bei 60 Franken für Gewerbeliegenschaften und Mehrfamilienhäuser belassen. Im Kanton St. Gallen konnte die Schwelle von 28 000 Mitgliedern überschritten werden. Der HEV Neu- und Obertoggenburg verzeichnete einen Nettozuwachs von 25 Mitgliedern auf 1523.

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