«Weit über allem, was Herisau braucht»

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Einwohnerrat Der Rechenschaftsbericht gibt Auskunft über sämtliche Aktivitäten der Gemeinde. Er wurde vom Einwohnerrat zur Kenntnis genommen. Einige Punkte sorgten jedoch für Stirnrunzeln. Im Rechenschaftsbericht heisst es, dass Probleme beim Aufstarten der Schulcomputer und beim Abspielen der Videos nicht gelöst werden konnten. David Ruprecht der EVP meint dazu: «Dass es in der heutigen Zeit Probleme gibt mit dem Abspielen von Videos, ist peinlich.» Diese Probleme sollen schnellstmöglich bereinigt werden. Umstritten ist auch das Kostendach von rund 6,7 Millionen für die Renovation der evangelischen Kirche. Ruprecht sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass sich der Zustand der Kirche in so kurzer Zeit derart verschlechtert habe, dass eine Renovation für 6 Millionen notwendig sei. Auf Zustimmung stösst er bei Markus Koller (CVP): «Das Kostendach ist weit über allem, was Herisau braucht.» Er bitte den Rat, die Vorlage zu versenken, falls diese zur Abstimmung komme. Gemeinderat Max Eugster entgegnet darauf, dass man eine Vorlage nicht verwerfen solle, bevor sie auf dem Tisch sei. Die Kirche sei zu warm und hätte deshalb über die Jahre Schäden genommen. Die Notwendigkeit der Renovation sei unbestreitbar, über die Ausführung könne man aber diskutieren. Über den Baukredit für die Dorfkirche können die Stimmberechtigten voraussichtlich am 26. November entscheiden. In der Kritik stand auch der Neubau des Mehrzweckpavillons der Ebnet. Wiederum Koller bezeichnet diesen als «Kampfwertgesteigerter Bratwurststand». Er stellt die Frage, ob er sein Geld (390000 Franken) tatsächlich wert sei, da er weder über eine Küche noch über Toiletten verfüge. Max Eugster entgegnet, dass damals, als das Projekt zur Diskussion stand, niemand den Mut hatte, Nein dazu zu sagen. Positive Reaktionen lösten Projekte der Schulen aus. Besonders gelobt wurde der Bauwagen, der zu einem Forscherwagen umgebaut wurde. Die Schüler können damit die Natur erforschen. (ele)