Wein und Dokumente versenkt

An der Grundsteinlegung für die Überbauung Thurhöck II in Wattwil wurde eine Zeitkapsel unter Beton begraben. Die Überbauung entsteht grösstenteils auf dem ehemaligen Buwag-Areal. Die Bauarbeiten sind bisher gut im Zeitplan.

Martin Knoepfel
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Verkaufsleiter Amedeo Gallo (rechts) verstaut verschiedene Dokumente im Metallkoffer. Dieser dient als Zeitkapsel.

Verkaufsleiter Amedeo Gallo (rechts) verstaut verschiedene Dokumente im Metallkoffer. Dieser dient als Zeitkapsel.

WATTWIL. Zur Grundsteinlegung hatte die Relesta AG (siehe Zusatztext) auf Donnerstagabend aufs ehemalige Areal der Buwag an der Ebnaterstrasse in Wattwil eingeladen. Der Anlass war vor allem für die Wohnungsbesitzer gedacht. Etwas mehr als 30 Personen kamen – Vertreter der Acrevis-Bank, die den Baukredit gewährt hatte, sowie der Wattwiler Behörden und Mitarbeiter der Relesta eingeschlossen.

24 Wohnungen entstehen

Als Zeitkapsel wurde ein Metallkoffer mit dem Kran in einem Schacht versenkt. Die Besitzer der Eigentumswohnungen durften danach zu Schaufeln greifen und den Koffer mit Beton zudecken. Zuvor war die Zeitkapsel mit Dokumenten und Gegenständen gefüllt worden. Sie enthält unter anderem eine Flasche Wein, die Baubewilligung (wohl eher eine Kopie), verschiedene Fotos und Verkaufsunterlagen. Wohnungskäufer steuerten unter anderem einen Hausschlüssel der früheren Buwag-Gebäude sowie eine Karte mit Glückwünschen an alle Mitbewohner bei.

Auf dem Areal an der Ebnaterstrasse entstehen 14 Eigentums- und 10 Mietwohnungen, letztere im Auftrag von Otto Eigenmann. Die Eigentumswohnungen werden laut Aussage von Relesta-Geschäftsleiter Gilgian Leuzinger spätestens im Herbst 2017 bezugsbereit sein, wobei die Bauarbeiten gemäss Projektleiter Stefan Gasser gut im Zeitplan sind. Alle Eigentumswohnungen haben Besitzer gefunden. Die Mietwohnungen sollen ab Mai 2017 bezugsbereit sein. Die Überbauung wird an das in Entstehung begriffene Fernwärmenetz der Thurwerke angeschlossen. Das bestätigte Stefan Gasser auf Anfrage dieser Zeitung.

Bei den Eigentumswohnungen handelt es sich gemäss den Medienunterlagen um Dreieinhalb- oder Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen. Die Mietwohnungen weisen zweieinhalb oder dreieinhalb Zimmer auf. Auf jedem Gebäude entsteht eine Attikawohnung.

«In der zweiten Halbzeit»

Gilgian Leuzinger verglich die Geschichte der Überbauung mit einem Fussballmatch. Nun sei man weit in der zweiten Halbzeit, sagte er. Nachfolgend einige Eckpunkte: Ende April 2012 gab es den ersten Kontakt mit der Landbesitzerin. Im Januar 2013 wurde der Kaufvertrag beurkundet. Im April 2015 traf die Baubewilligung ein. Im Juni des gleichen Jahres begannen der Abbruch der Buwag-Gebäude und der Aushub.

Stefan Gasser wies darauf hin, dass Altlasten entdeckt und 155 Kubikmeter Material auf der Reaktordeponie Tüfentobel entsorgt wurden. Dafür sei das Areal jetzt aus dem Kataster der potenziellen Standorte von Altlasten entlassen, betonte er.

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