Weihnachtsbaum

Zu Weihnachten werden in Stuben und Kirchen Nadelbäume aufgestellt, die mit Kerzen, bunten Kugeln, Lametta, Schokolade und weiteren Dingen geschmückt werden.

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Zu Weihnachten werden in Stuben und Kirchen Nadelbäume aufgestellt, die mit Kerzen, bunten Kugeln, Lametta, Schokolade und weiteren Dingen geschmückt werden. Auf die Spitze wird nicht selten ein Stern gesteckt, dies in Anlehnung an den Stern von Bethlehem, der den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe zeigte.

Wer den ersten Christbaum aufgestellt hat, lässt sich nicht sagen. Der Ursprung liegt in Bräuchen von verschiedenen Kulturen, in denen immergrüne Pflanzen ein Symbol der Lebenskraft waren. Die Menschen glaubten, dass sie sich Gesundheit ins Haus holen können, wenn sie es mit grünen Zweigen dekorieren. Im Mittelalter wurde zu Weihnachten ein Baum aufgestellt, der mit Äpfeln geschmückt wurde. Dies zum Gedenken an Adam und Eva. Ab dem 16. Jahrhundert stehen Christbäume in den Häusern der vornehmen Bürger als weihnachtlicher Schmuck. Da Tannenbäume in Mitteleuropa selten waren, konnten sich diese zunächst nur die begüterten Schichten leisten und die Stadtbevölkerung musste mit Zweigen und anfallendem Grün auskommen.

Die Kirche schritt zunächst gegen das Plündern des Waldes zur Weihnachtszeit ein und billigte diesen «heidnischen» Brauch nicht. Mit der Zeit übernahm sie ihn dennoch. Von Deutschland aus startete der Weihnachtsbaum seinen Siegeszug nach London und später auch in die Niederlande, nach Russland und Italien. Auswanderer nahmen den Christbaum schliesslich auch nach Nordamerika mit. (sas)