Restaurant «Hargarten »in Stein: Weihnachten zum Anbeissen

Im «Hargarten» Stein erwarten den Gast nebst feinem Essen auch originelle Weihnachtsdekorationen.

Karin Erni
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Gastgeber Emil Mock (rechts) und sein Team.

Gastgeber Emil Mock (rechts) und sein Team.

Bild: Karin Erni

Am Restaurant Hargarten in Stein ist wohl jeder schon einmal vorbeigefahren. Wer das unscheinbare Gasthaus betritt, staunt über die Weite, die sich im Innern auftut. Der grosse Wintergarten bietet freie Sicht in die Appenzeller Hügellandschaft. Im knapp 100-plätzigen Restaurant verwöhnen Emil Mock und sein Team die Gäste.

Der Appenzeller ist in der weiten Welt herumgekommen, das zeigt ein Blick in die Speisekarte. «Fröhlich-bunte Weltküche» nennt er sein Angebot. Gleichwohl fühle er sich den heimischen Traditionen verbunden, sagt Mock. «Ich interpretiere sie manchmal einfach etwas raffinierter.» Der Koch hat sein Handwerk, wie viele andere Profis der Region, bei Chläus Dörig auf der Waldegg gelernt. Bei ihm kommen denn auch keine Fertigprodukte auf den Teller. «Wir machen wirklich noch alles von Grund auf selber.» Mock führt den Betrieb seit sieben Jahren alleine, was mit viel Aufwand verbunden ist, wie er sagt. «Ich erledige den Einkauf und die Administration und kann zusätzlich jede Position im Betrieb einnehmen. Am meisten bin ich in der Küche anzutreffen. Da bin ich am liebsten. Aber auch im Service helfe ich regelmässig mit, je nach Bedarf.» Das sei wichtig, um die Qualität zu gewährleisten. «Meine Mitarbeiter wollen gefordert und gefördert werden.»

Breites Angebot für jeden Geschmack

Er nenne sein Lokal «Esseria», sagt Emil Mock. «Es ist keine normale Pizzeria, obwohl wir ein kreatives Angebot mit über 30 Pizzavariationen aus dem Holzofen führen. Wir möchten dem Gast etwas bieten, was er selbst zu Hause eher weniger kocht.» So wird die Restwärme des Pizzaofens genutzt, um Lammhaxen, Spareribs oder Tintenfisch zu schmoren. «Auf diese Weise zubereitet, schmecken die Speisen wie früher aus dem Ofenrohr.» Eine Spezialität des Hauses ist der «Ginger-Belly», ein mit Ingwer und Honig gerösteter Schweinebauch. Auch Vegetarier kommen in der Esseria auf ihre Kosten. Die gefüllte und panierte Aubergine ist von einem echten Cordon-bleu kaum zu unterscheiden. Das Kokos-Tomatensüppchen mit Joghurt-Ingwerglacé sei sein Renner, verrät Mock. «Ich wollte es schon ein paarmal von der Karte nehmen, doch die Gäste verlangen immer wieder danach.» Es hat sich im Appenzellerland mittlerweile herumgesprochen, dass im «Hargarten» am Donnerstagabend jeweils Sushi serviert wird. Und auch eine waschechte Bouillabaisse oder ein Kabeljaugericht findet sich auf der Karte. Saisonale Gerichte wie Spargeln und Wildspezialitäten seien bei den Gästen besonders beliebt, sagt Mock. So oft wie möglich versuche er, regionale Produzenten zu berücksichtigen, sagt der Gastgeber. So kommen im Sommer die Forellen aus einer Zucht im Dorf und das Fleisch vom Appenzeller Bauern. Auf den einschlägigen Bewertungsplattformen wird immer wieder das gute Preis-Leistungsverhältnis des Lokals gelobt. Die Lage an der Hauptstrasse ist ideal für Ausflügler. Zudem ist der «Hargarten» prädestiniert für Familien. Auf dem Spielplatz und im Spielzimmer fühlen sich auch die jüngsten Besucher wohl. Diverse Spezialitäten aus der Küche kann man im Lädeli kaufen. Im «Hargarten» ist übrigens auch die Dekoration Chefsache. Der Aufwand fürs Herstellen und Aufhängen sei sehr aufwendig, so Emil Mock. «Fünf mal pro Jahr wechsle ich diese im und um das ganze Haus. Aber ich habe selber Freude daran und die Gäste schätzen es sehr.»

Hinweis

Öffnungszeiten über die Festtage unter: www.esseria.ch

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