Wegweiser in die Zukunft

Im Rahmen des Kapellfestes wurde die Standarte des Schützenvereins Dietschwil eingeweiht. Mit seinem Segen stellte Pfarrer Joseph Heule das neue Symbol unter den Schutz Gottes.

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Pfarrer Joseph Heule segnet die Standarte, neben ihm Hanspeter Riedweg. Rechts Vizefähnrich Alois Graf und Präsident Werner Künzli. (Bilder: pd)

Pfarrer Joseph Heule segnet die Standarte, neben ihm Hanspeter Riedweg. Rechts Vizefähnrich Alois Graf und Präsident Werner Künzli. (Bilder: pd)

DIETSCHWIL. Nicht bereits seit der Gründung im Jahre 1880, aber doch schon seit längerer Zeit sei die Idee einer Standarte in einigen Köpfen des Schützenvereins Dietschwil herum gegeistert. Der Aufwand jedoch habe die Anschaffung gebremst, «bis zu dem Tag, als uns eine grosszügige Unterstützung zugesagt wurde». Darauf seien alle Mitglieder eingeladen worden, bis September letzten Jahres ihre Vorschläge zur Gestaltung der Standarte einzureichen. Im März dieses Jahres habe man mittels eines Auswahlverfahrens das definitive Design bestimmt. Liefertermin war im Juni, so dass die Standarte ihren ersten Auftritt bereits am eidgenössischen Schützenfest im Wallis hatte. Dies sagte Vereinspräsident Werner Künzli anlässlich des traditionellen Kapellfestes am Sonntag zu den anwesenden Mitgliedern und zum Kirchenvolk.

Einweihung und Segnung

Den Schützinnen und Schützen stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als sie zur Einweihung und Segnung der Standarte hinter den Ministranten und Pfarrer Joseph Heule sowie Fähnrich Robert Gmür (Fahne) und Vizefähnrich Alois Graf (Standarte) in die Kapelle einmarschierten, musikalisch begleitet von Remo Eberhard auf dem Schwyzerörgeli.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst, auf der Orgel begleitet von Linus Kempter, stellte Pfarrer Heule die Standarte mit seinem Segen unter den Schutz Gottes. Dabei betonte er sinngemäss, es handle sich um einen wunderbaren Zusammenschluss von kirchlichem und weltlichem Leben.

Zur Darstellung der zwei Scheibenbilder unten und oben meinte er aus kirchlicher Sicht, diese zeigten, dass es nebst der irdischen auch eine höhere Ebene gebe. Werner Künzli stellte die Standarte so vor: «Das Grün steht für die ländliche Lage des Vereins, das Blau zeigt uns Wasser und das Rot versinnbildlicht Kraft und Dynamik.» Die zwei Ringe (Scheibenbilder) symbolisierten das gezielte Treffen. Dies zeige die Standarte gegen aussen. Ebenso diene sie dem Verein als Wegweiser in die Zukunft. «Alle Vereinsmitglieder treffen sich immer wieder bei der Standarte, sie bietet uns Geborgenheit.» Sie verbinde Schützen und Nichtschützen, Aktive und weniger Aktive, Alt und Jung, Frau und Mann im Verein. Auch motiviere sie immer wieder, das Beste für den Verein zu geben. In der heutigen globalisierten Welt sei es äusserst wichtig, «unsere Werte und Gesinnungen zu leben und zu wahren».

Verantwortung tragen

Werner Künzli: «Letztlich sind wir für unser Wohl selber zuständig und können die Verantwortung nicht einfach wegschieben.» Ein Gedicht, vorgetragen von Hanspeter Riedweg und der Ausmarsch, zu den Schwyzerörgeliklängen von Remo Eberhard, beendeten die kirchliche Feier und leiteten zum weltlichen Teil mit Apéro und angeregten Gesprächen über. (pd)

Die neue Standarte mit dem Dietschwiler Wappen.

Die neue Standarte mit dem Dietschwiler Wappen.