Wegen Corona-Virus: Innerrhoder Landsgemeinde auf den Sommer verschoben

Die Standeskommission hat entschieden, die für den 26. April geplante Landsgemeinde auf den 23. August zu verschieben.

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Die Landsgemeinde in Appenzell zieht jährlich rund 4000 Menschen an.

Die Landsgemeinde in Appenzell zieht jährlich rund 4000 Menschen an.

Bild: Hanspeter Schiess

Es ist etwas Historisches. Bislang musste die Innerrhoder Landsgemeinde noch nie verschoben werden. In diesem Jahr ist aufgrund der Corona-Krise alles anders. Wie die Standeskommission heute mitgeteilt hat, kann die ordentliche Landsgemeinde aufgrund der verschärften Massnahmen des Bundes nicht wie geplant am 26. April stattfinden. Ersatzdatum ist der Sonntag, 23. August.

Der Bundesrat hat am 16. März 2020 beschlossen, dass bis zum 19. April 2020 alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen verboten sind. Zwar sieht die Verordnung die Möglichkeit für eine Bewilligung vor, dies aber nur unter ganz engen Voraussetzungen. Eine davon ist, dass die Versammlung räumlich so anzupassen ist, dass die Hygienevorschriften des Bundes einschliesslich der Abstandsvorschriften eingehalten werden. Dies sei bei der Landsgemeinde nicht möglich, heisst es in der Mitteilung.

Abgesagt ist auch die Sitzung des Grossen Rates am 30. März. In den anderen Kantonen ist es ähnlich: Der Ausserrhoder Kantonsrat, der Thurgauer Grosse Rat sowie auch das St. Galler Stadtparlament tagen in diesem Monat nicht.