Wegen Corona: Maskenpflicht an öffentlichen Veranstaltungen in Appenzell Innerrhoden

Wegen der steigenden Coronazahlen hat der Kanton Appenzell Innerrhoden reagiert. Ab Montag gilt eine Maskenpflicht an öffentlichen Veranstaltungen. Auch ein Tanzverbot wurde ausgesprochen.

Astrid Zysset
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Ab Montag dürfen in Appenzell Innerrhoden öffentliche Veranstaltungen nur noch mit Masken besucht werden. Das hat die Standeskommission am Freitag beschlossen.

Ab Montag dürfen in Appenzell Innerrhoden öffentliche Veranstaltungen nur noch mit Masken besucht werden. Das hat die Standeskommission am Freitag beschlossen.

Bild: Chris Iseli

Seit Anfang September hat die Zahl der Ansteckungen mit dem Corona-Virus im Kanton Appenzell Innerrhoden stark zugenommen. Allein in der letzten und der laufenden Woche waren über 70 Ansteckungen zu verzeichnen. Als bedeutende Ansteckungsorte haben sich gemäss Mitteilung der Standeskommission das private Umfeld, Veranstaltungen und der Besuch von Bars und Clubs erwiesen.

Angesichts dieser Entwicklung hat die Standeskommission mit Wirkung ab dem nächsten Montag insbesondere folgende kantonale Massnahmen erlassen:

- Bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Personen müssen Schutzmasken getragen werden. Für das Essen und Trinken, für Reden und für weitere Spezialfälle bestehen Ausnahmen. Bei kleineren Veranstaltungen gilt die Maskenpflicht, wenn sich der Abstand von 1.5 Metern nicht einhalten lässt.

-       In Gastronomiebetrieben muss das Servicepersonal Schutzmasken tragen. Das Konsumieren von Getränken und Essen ist nur noch sitzend an Tischen erlaubt.

-       Das Tanzen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, einschliesslich Angeboten von Tanzschulen und Sportvereinen, sowie an öffentlichen Veranstaltungen ist verboten. Ausnahmen bestehen hier für das professionelle Tanzen.

Der Erlasstext und Erläuterungen dazu werden auf der Internetseite des Kantons aufgeschaltet (www.ai.ch/coronavirus). Die Standeskommission hofft, dass mit diesen Massnahmen die derzeit beunruhigende Entwicklung der Fallzahlen gebrochen und so auf weitere, möglicherweise einschneidendere Massnahmen verzichtet werden kann. Sie ruft die Bevölkerung auf, im privaten und im öffentlichen Umfeld die Abstands- und Hygieneregeln des Bundes konsequent zu befolgen. Überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, soll eine Schutzmaske getragen werden. (rk)