Wechsel im Vorstand des KGV

Grossrat Thomas Bischofberger aus Schlatt ist an der Hauptversammlung des Kantonalen Gewerbeverbandes Appenzell Innerrhoden zum neuen Kassier gewählt worden. Er ersetzt Thomas Rechsteiner, seit der Landsgemeinde 2011 Säckelmeister.

Roger Fuchs
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APPENZELL. Erstmals in der Geschichte des Kantonalen Gewerbeverbandes AI hat an der Hauptversammlung vom Mittwochabend mit Thomas Rechsteiner ein amtierender Säckelmeister die Jahresrechnung des Gewerbeverbandes präsentiert. Gleich danach räumte er seinen Sitz. Was Rechsteiner allerdings präsentieren konnte, war dermassen positiv, dass sich Revisor und Grossrat Ueli Manser zur Aussage verleiten liess, er erhoffe sich für 2012 Ähnliches bei den Kantonsfinanzen. Konkret: Der Gewerbeverband hatte für das Verbandsjahr 2010/11 einen Verlust von 2000 Franken budgetiert. Stattdessen resultiert nun unter dem Strich ein Gewinn von 3800 Franken. Das Verbandsvermögen beträgt neu 56 000 Franken. Für kommendes Jahr rechnet der KGV ebenfalls mit einem Gewinn. Dem Antrag, den Jahresbeitrag bei 100 Franken zu belassen, folgten die 65 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig.

Abgang verschmerzbar

Ebenfalls völlig unbestritten war der von Albert Manser, Präsident des KGV, präsentierte Nachfolger von Rechsteiner für das Kassieramt: Es ist dies der 47jährige Thomas Bischofberger aus Schlatt. Er sitzt bereits seit zwei Jahren im Vorstand des KGV und amtet darüber hinaus auch als Grossrat und Präsident der Staatswirtschaftlichen Kommission. Was den Verlust von Thomas Rechsteiner anbelangt, so lässt sich dieser gemäss Albert Manser aus der Überzeugung heraus, zwar einen guten Kassier verloren, dafür aber für den Kanton einen jungen und dynamischen Säckelmeister gewonnen zu haben, verschmerzen.

Angesichts des Aufstiegs von Bischofberger zum Kassier und somit in den Ausschuss des Vorstandes sowie des Rücktritts des Vorstandsmitgliedes Peter Manser, mussten schliesslich zwei neue Personen in den Vorstand gewählt werden. Und so nehmen fortan der 34jährige Bruno Dörig, Geschäftsführer von Dörig Heizsystem in Appenzell, sowie Marlis Hersche, Geschäftsführerin der Firma Marlis Hersche Office Management in Appenzell, im Vorstand Einsitz. Beide wurden einstimmig gewählt.

Leicht entfernt hat sich der Kantonale Gewerbeverband im letzten Jahr vom Ziel, 500 Mitglieder zu erreichen. Statt gestiegen, ist die Mitgliederzahl gesunken – und zwar von 492 auf 483.

Einheitliche Baubehörde

In seinem Jahresbericht wie auch im Eröffnungsreferat griff Präsident Albert Manser aktuelle Politdiskussionen auf, darunter die Schaffung einer einheitlichen Baukommission für den inneren Landesteil. Eine entsprechende Vorlage soll 2012 an der Landsgemeinde zur Abstimmung kommen. Gemäss Manser könnten mit einer einheitlichen Baubehörde komplizierte Strukturen zwischen den Bezirken und der Feuerschaugemeinde aufgelöst werden. Eine Fusion der Bezirke, wie dies auch im Raum steht, habe seiner Meinung nach momentan keine Chance.

Ebenfalls aufgegriffen hat Manser die Entschädigungen für die Standeskommission. Höhere Gehälter garantierten keine bessere Qualität, sagte er. Dennoch: In Innerrhoden sei eine Anpassung notwendig.

Im Anschluss an die Hauptversammlung liess der abtretende Innerrhoder Nationalrat Arthur Loepfe seine 12 Jahre in Bundesbern Revue passieren.