Wechsel im Bäuerinnenvorstand

An der Hauptversammlung der Innerrhoder Bäuerinnen traten zwei Vorstandsmitglieder zurück, zwei neue wurden gewählt. Für Emotionen sorgen auch die geplanten Hauptversammlungen zusammen mit den Bauern.

Roger Fuchs
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Präsidentin Rösi Räss mit den neugewählten Vorstandsmitgliedern Monika Brander (links) und Claudia Speck (rechts). (Bild: rf)

Präsidentin Rösi Räss mit den neugewählten Vorstandsmitgliedern Monika Brander (links) und Claudia Speck (rechts). (Bild: rf)

SCHWENDE. Die Hauptversammlung der Innerrhoder Bäuerinnen am Montagabend war geprägt von Dankesreden und Wechseln im Vorstand. Die bisherige Beisitzerin und Zuständige für Oberegg, Barbara Marti, hat nach vier Jahren ihre Demission eingereicht. Nach zwölf Jahren aus dem Vorstand ausgetreten ist Barbara Inauen, sie war für die Homepage verantwortlich. Die Ersatzwahlen verliefen einstimmig. Neue Vertreterin von Oberegg ist Monika Brander. Sie wurde als kontaktfreudige Bäuerin mit grossem Interesse an der Landwirtschaft vorgestellt. Brander arbeitet als stellvertretende Heimleiterin im Altersheim in Lutzenberg. Claudia Speck heisst die zweite Neugewählte. Sie wohnt im Bezirk Schwende und ist Bauersfrau auf einem Hof, auf dem Produkte direkt vermarktet werden. Alle weiteren Vorstandsmitglieder inklusive Präsidentin Rösi Räss wurden bestätigt.

Synergien nutzen

Ab kommendem Jahr soll in einem dreijährigen Pilotversuch die Hauptversammlung jeweils zusammen mit den Bauern durchgeführt werden. Als Gründe nannte Räss unter anderem den rückläufigen Mitgliederbestand und die immer schlechter besuchte Hauptversammlung beim Bauernverband. Bei den Bäuerinnen sei das Gegenteil der Fall, die HV sei gut besucht, allerdings hinterliessen die Kosten ihre Spuren. Eine gemeinsame Versammlung ermögliche Synergien.

Mit Gerlinde Neff erhob eine der anwesenden Bäuerinnen zu diesen Entwicklungen den Mahnfinger. Ob es wirklich Sache der Bäuerinnen sei, das Loch bei den Bauern zu stopfen, und ob es sich hiermit womöglich um eine Vorstufe der Fusion handle, fragte Neff. Mit Blick auf das Finanzielle hielt sie sogar fest, dass vielleicht über eine Auflösung nachzudenken sei, wenn das Geld wirklich ein Kriterium sei. Rösi Räss verteidigte das Vorgehen. «Wir wollen den Schritt in die Zukunft machen und auch etwas Neues wagen.» An der HV 2018 soll darüber abgestimmt werden, ob der gemeinsame Weg mit den Bauern fortgesetzt wird.

13 Franken im Plus

Die Jahresrechnung 2014 des Bäuerinnenverbandes Appenzell schliesst mit einer Vermögenszunahme von 13 Franken. Das neue Vermögen beträgt gemäss Ausführungen der Kassierin Sandra Manser 27 907 Franken. Sowohl die Rechnung wie auch der unveränderte Mitgliederbeitrag von zwanzig Franken wurden einstimmig genehmigt.

Die Bäuerinnen Luzia Durrer aus Oberegg und Karin Rusch aus Meistersrüte konnten für ihren Abschluss als Bäuerin mit eidgenössischem Fachausweis Gratulationen entgegennehmen. Wiederum eine grosse Vielseitigkeit verspricht das neue Jahresprogramm. Bei der Vorstellung fielen Stichworte wie Steamer-Kurs, Pfingstbrunch, Preisjassen, Skitag oder Beratungsabend.

Mit Applaus und einem Geschenk wurde Landeshauptmann Lorenz Koller verabschiedet. Mit ihm wohnte auch Stefan Müller der Versammlung bei. Der landwirtschaftliche Berater kandidiert nebst Bauernpräsident Sepp Neff als Nachfolger.

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