Wechsel an der Vereinsspitze

16. HV des Natur- und Vogelschutzvereins Bütschwil (NVB) Präsidentin Sylvia Baumann begrüsste im Restaurant Traube 13 Mitglieder.

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16. HV des Natur- und Vogelschutzvereins Bütschwil (NVB)

Präsidentin Sylvia Baumann begrüsste im Restaurant Traube 13 Mitglieder. Dabei war sie bester Laune, bestand doch die Aussicht, dass sie im Verlaufe des Abends das Vereinspräsidium nach zwölf Jahren Amtsdauer abgeben würde. Die Präsidentin führte rasch durch die Traktandenliste und legte wie gewohnt einen ausführlichen Jahresbericht vor. Sie streifte kurz die diversen Anlässe, so zum Beispiel die abendliche Wildbeobachtung oder die Pflegeeinsätze bei mehreren Biotopen. Speziell hob sie den mit schönen Bildern garnierten Vortrag über Flechten und deren Bedeutung als Bioindikatoren im Naturraum Wald hervor.

Ein neuer Präsident

Beim Traktandum Wahlen konnte Sylvia Baumann mit Erwin Breitenmoser nach längerer Suche endlich einen idealen Nachfolger für ihr Amt vorstellen. Erwin Breitenmoser wurde einstimmig zum neuen NVB-Präsidenten gewählt. Er war bereits allen Anwesenden als aktives Vereinsmitglied und versierter Feldornithologe bestens bekannt. Zudem war er schon nach der Vereinsgründung für vier Jahre Präsident. Er betonte, dass er den Verein mit jungen Neumitgliedern breiter abstützen möchte. Vor allem für die Arbeitseinsätze werden tatkräftige Personen gesucht. Vorstandsmitglied Daniel Scherrer würdigte den langjährigen und selbstlosen Einsatz von Sylvia Baumann. Die Liste ihrer Aktivitäten ist lang. Vorbildlich war vor allem, dass zahlreiche Projekte zusammen mit Schulkindern und Jugendlichen realisiert wurden. Und mit dem Naturerlebnisraum Zuckenmatt kann eines der Hauptwerke nach wie vor besucht werden. Als Zeichen der Wertschätzung wurde die scheidende Präsidentin zum Ehrenmitglied ernannt und mit einem Geschenk, welches symbolisch in einem Fragequiz versteckt war, belohnt.

Hochmoor besuchen

Zum Schluss stellte Sylvia Baumann das aktuelle Jahresprogramm vor. Es können Vögel beobachtet oder Naturgärten besichtigt werden. Höhepunkt dürfte der Tagesausflug am 18. August zum bekannten Hochmoor in Amden werden. Ein grösserer Arbeitseinsatz ist für den Herbst beim Taaweiher geplant, da das stark verlandete Gewässer von Schilf und Schlamm befreit werden muss.

Im Anschluss an die HV hielt Biologe René Güttinger einen Vortrag über Mäuse. Er beschrieb sowohl Nagetiere (Wühlmäuse, Schläfer) als auch Insektenfresser (Maulwürfe, Spitzmäuse), die alle unter dem Begriff Kleinsäuger eingeordnet werden. Mit der verbreiteten Einstufung als reine Schädlinge werde man der Bedeutung dieser Tiere aber nicht gerecht. Später zeigte René Güttinger seine Sammlung von älteren und neueren Mausefallen. Nebst ganz einfachen Modellen gab es auch ausgeklügelte Fangapparate, die vom Publikum bewundert wurden und den Eindruck erweckten, dass Not wirklich erfinderisch macht.

Daniel Scherrer

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