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WATTWIL: Von Bohlen, Nasen und Spielräumen

In den Geschäften des Gemeinderates geht es um die Sanierung des Volkshaussteges, um eine instabile Felsnase und darum, dass bezüglich der Offenlegung des Hofstattbachs beim Tiefbauamt des Kantons St. Gallen ein Wasserbauprojekt angemeldet wurde.
Der Volkshaussteg in Wattwils Zentrum wird saniert. Es sind vor allen die Holzbohlen, welche ersetzt werden müssen. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Volkshaussteg in Wattwils Zentrum wird saniert. Es sind vor allen die Holzbohlen, welche ersetzt werden müssen. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Gemeinderat von Wattwil informierte gestern Mittwoch in einem Pressecommuniqué über die aktuellen Geschäfte. Unter anderem geht es um den Auftrag zur Belagssanierung des Volkshausstegs. Vergeben wurde dieser an die ARGE Bleiker Holzbau AG, Abderhalden Holzbau AG, Schlegel Holzbau AG, c/o Bleiker Holzbau AG. Insbesondere müssen beim Steg die Holzbohlen ersetzt werden. Dabei werde für die Sanierung sogenanntes Brettschichtholz verwendet. Der Gemeinderat schreibt, dass der renovierte Steg natürlich auch bei der Realisierung des geplanten Thursanierungsprojekts erhalten bleibe.

Des Weiteren berichtet der Gemeinderat über die Regionale Fachstelle Integration und die Leistungsvereinbarung. Die Regionale Fachstelle Integration für das ganze Toggenburg ist bei der Politischen Gemeinde Wattwil angesiedelt. Sie wird in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Kompetenzzentrum Integration geführt, wozu eine Leistungsvereinbarung besteht. Der Gemeinderat habe die Vereinbarung mit dem Kanton für die Jahre 2018 und 2019 gutgeheissen. Gleichzeitig wurde auch der Tätigkeitsbericht der Fachstelle für das Jahr 2017 zur Kenntnis genommen. Der Schwerpunkt lag in der Vernetzungsarbeit der verschiedenen Akteure in der Region und in der Bearbeitung diverser Projekte, welche die Angebote im Integrationsbereich vermittelt.

Verlauf Schmittlistrasse muss korrigiert werden

Die bestehende Schmittlistrasse verläuft in einer ausladenden S-Kurve über eine unübersichtliche Kuppe. Dadurch sind die Sichtweiten stark eingeschränkt und der Winterdienst ist nur erschwert möglich. Der Gemeinderat hat darum der Korrektur des Trasses in diesem Strassenabschnitt zugestimmt. Damit werde die Befahrbarkeit verbessert und die Sicherheit erhöht, schreibt er. Die geplanten baulichen Massnahmen auf der Gemeindestrasse gelten als Strassenneubau, was die Durchführung eines Strassenplanverfahrens voraussetzt. Das gegenständliche Projekt liegt vom 4. Dezember bis 2. Januar 2018 öffentlich auf. Mitgeteilt wird auch, dass die Gemeinde auf das Steinausbeutungsrecht im Steinbruch Lochweidli verzichtet. Für die Parzelle Nr. 1126, Lochweidli, bestehe seit 1938 ein Steinausbeutungsrecht am Steinbruch zu Gunsten der Gemeinde Wattwil. Von diesem hat die Gemeinde allerdings in den letzten Jahrzehnten keinen Gebrauch gemacht. Der Grundeigentümer habe nun die Löschung beantragt und der Gemeinderat habe der Löschung dieser Grunddienstbarkeit und damit dem Verzicht auf das Ausbeuterecht zugestimmt.

Gemäss dem Gemeinderat sind die Hebewerke in der ARA Wattwil seit 1968 in Betrieb und waren zwischenzeitlich sanierungsbedürftig. Über die Investitionsrechnung wurde ein Kredit von 800000 Franken eingeholt. Die Heberwerke wurden dieses Jahr komplett ersetzt, die Arbeiten konnten im November abgeschlossen werden. Der Gemeinderat konnte mit der vorliegenden Bauabrechnung positiv zur Kenntnis nehmen, dass die Projektkosten rund 160000 Franken tiefer ausgefallen sind. Wesentlich waren tiefere Beschaffungskosten der Lieferung und Montage der Hebewerke sowie Optimierungen bei den baulichen Anpassungen.

Im Communiqué wird auch mitgeteilt, dass der Gemeinderat Arbeiten vergeben habe. Wie die Böschungssicherung Mülitobel an der Schmidbergstrasse. Denn im Rahmen der Sanierungsarbeiten der Strasse wurde erkannt, dass auch eine Felsnase im Umfeld instabil ist. Deshalb wurde eine Ausweitung des Auftrages zur Sicherung dieser Stelle mit einem Steinschlagschutzzaun vom Gemeinderat erteilt. Der Auftrag zur Böschungssicherung wurde an die spezialisierte Firma Eberle, St. Gallen erteilt.

Gestalterischer Spielraum beim Hofstattbach

Ebenfalls hat der Gemeinderat den Auftrag für die Ingenieurleistungen zur Offenlegung, beziehungsweise allfälligen Verlegung, des Hofstattbachs an die Firma Steiger+Partner AG, Bütschwil, vergeben. Durch diese Massnahme erhöht sich der gestalterische Spielraum bei der Freiraumgestaltung oder der Setzung des Neubaus der Kantonsschule im Rahmen des Campus-Projekts.

Schon mit der Masterplanung der Gemeinde Wattwil aus dem Jahre 2015 wurde der Klärungsbedarf in diesem Zusammenhang aufgezeigt. Ein vom damaligen Vorsteher des Baudepartementes des Kantons St. Gallen eingesetzter Lenkungsausschuss zur Koordination mehrerer kantonaler Ämter unter Leitung der Gemeinde Wattwil befasste sich bis im Februar 2016 mehrfach mit der Thematik. Das Hochbauamt des Kantons St. Gallen hat deshalb im Anschluss im Frühjahr 2016 ein Variantenstudium zum Umgang mit dem Hofstattbach in Auftrag gegeben. Damit konnten die Rahmenbedingungen für die Projektdefinition für das Campus-Projekt zeitgerecht bereitgestellt werden. Der Gemeinderat ist in Folge auf den Antrag des Hochbauamtes eingetreten und hat beim Tiefbauamt des Kantons St. Gallen das Wasserbauprojekt angemeldet. Um eine Gewässerverlegung zu ermöglichen, hat der Kanton St. Gallen ebenfalls vorsorglich eine Liegenschaft gesichert. (pd)

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