Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WATTWIL: Umgang mit Trauer und Trauernden

Das Frauenfrühstück zum Thema «Was Trauer ist und wie wir Trauernden begegnen können» brachte nebst Emotionen den Tod näher zum Leben.

Eine schöne Anzahl Frauen liess sich am Samstagmorgen im BErufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Wattwil nicht abschrecken, von dem traurigen Thema «Was Trauer ist und wie wir Trauernden begegnen können». Sie wurden dann auch belohnt durch ein reichhaltiges Frühstück, gemütliche Tischgemeinschaft und eine Referentin, welche es verstand, verschiedene Aspekte und Prozesse des Trauerns lebensnah und ermutigend zu vermitteln. Judith Baltisberger am E-Piano und Sabine Schmid mit ihrer Querflöte bereicherten zudem den Anlass mit wohltuender Musik und Ruth Caldara führte angenehm durch den Morgen. Bei ihren Ausführungen ging Susanna Freiburghaus-Schmid, Mutter dreier erwachsener Kinder und arbeitende Pflegefachfrau mit Weiterbildung in Palliative Care und ICL-Beratung (Institut für Christliche Lebens- und Eheberatung), auch darauf ein, was Angehörigen, Bekannten, Nachbarn und Freunden im Umgang mit Trauer und Trauernden hilfreich sein kann, wie ein mitfühlendes Wort, eine Hilfestellung, eine Karte und die Teilnahme an der Trauerfeier.

Kaum hilfreich seien Worte wie: «Sei froh um die gemeinsame Zeit, schau vorwärts» sowie gut gemeinte Bibelsprüche wie «Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen». Eindrücklich weckte sie Verständnis für vier verschiedene Phasen des Trauerns, welche nicht nur bedingt durch den Tod eines nahen Angehörigen, sondern unter anderem auch durch den Bruch einer Beziehung, den Verlust eines geliebten Tieres oder eine Naturkatastrophe ausgelöst werden können.

Trauerarbeit hat auch Positives

Die Referentin, welche selbst die eigene Mutter in der ersten Klasse und im Jahr 2001 einen Sohn im Alter von 19 Jahren verloren hatte, bereicherte ihre Erläuterungen mit eigenen Erfahrungen sowie persönlichen Beispielen aus ihren Tagebucheinträgen. Dabei betonte sie: «Jeder erlebt Trauer unterschiedlich… und jeder Trauerprozess ist einmalig.» Abschliessend stellte sie nach­einander fünf Rosen in eine Vase, welche für positive Auswir­kungen von Trauer standen: Ein ­hilfreich erlebtes Beziehungsnetz, ein tragender Glau­-be, ungeahnte Kräfte, kleine Freuden des Alltags und schliesslich ein an den Herausforderungen gewachsenes Inneres, welches zu einem neuen Bewusstsein und neuer Wertschätzung des Lebens als Geschenk verhelfen kann. (pd)

Am 5. Mai 2018 findet das nächste Frauenfrühstück mit der Referentin Miriam Fisch aus Seegräben zum Thema «Lügen, die wir glauben», statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.