WATTWIL: Sechs Entwürfe für die Zukunft

Der nächste Vortrag des SAC Toggenburg und der Sonntagsgesellschaft Wattwil findet am Mittwoch, 5. April, um 20 Uhr im BWZ Toggenburg zum Thema Wasser statt.

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Unterschiedliche Ansprüche zur Nutzung des Wassers treffen aufeinander. Die Energiekonzerne wollen Strom produzieren, die Umweltverbände Fische retten und die Skidestinationen wollen beschneien. (Bild: PD)

Unterschiedliche Ansprüche zur Nutzung des Wassers treffen aufeinander. Die Energiekonzerne wollen Strom produzieren, die Umweltverbände Fische retten und die Skidestinationen wollen beschneien. (Bild: PD)

Barbara Keller, Ausstellungsmacherin im Alpinen Museum der Schweiz in Bern, wird über das Thema Wasser sprechen. Sie hat die Ausstellung mit dem Titel «Wasser unser. Sechs Entwürfe für die Zukunft» entwickelt. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 7. Januar 2018.

Das Bild der Schweiz als Wasserschloss Europas ist zementiert. Trockenperioden rütteln daran. Die Ausstellung «Wasser unser. Sechs Entwürfe für die ­Zukunft», denkt, reflektiert, dass Wasser auch in der Schweiz nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Der Klimawandel wird die Wasserverfügbarkeit in den Alpen stark beeinflussen. Der gesellschaftliche Wandel lässt die Nachfrage nach Wasser steigen. Unterschiedliche Ansprüche zur Nutzung treffen aufeinander. Die Energiekonzerne wollen Strom produzieren, die Umweltverbände Fische retten, die Landwirte wollen bewässern, die Skidestinationen beschneien und alle möchten gutes Trinkwasser aus der Leitung beziehen. Über das Jahr verteilt wird auch in Zukunft genügend Wasser zur Verfügung stehen. Doch Wasserknappheit, Überschwemmungen oder unterschiedliche Interessen bei Verteilungsfragen nehmen zu und bringen einen dazu, den Umgang mit der Ressource zu überprüfen. Die Ausstellung stellt die Frage ins Zentrum, wie man mit der knapper werdenden Ressource umgeht. Sie schafft eine emotionale Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlichen Thema. Dabei wagt das Alpine Museum den Blick in die Zukunft: Die Ausstellung zeigt sechs Wasser-Zukünfte zwischen Forschung und Fiktion. Diese haben ihren Kern in aktuellen Debatten und Tendenzen und projizieren sie ins Jahr 2051. Vier Autorinnen, darunter die Preisträgerin des diesjährigen Literaturpreises, Ruth Schweikert, lassen in der Ausstellung involvierte Personen aus dem Jahr 2051 sprechen. Die Wasser-­Zukünfte regen an zum Nachdenken über die Beziehung zum Wasser, denn auch die Ausstellung zur Zukunft steht mitten in der Gegenwart. (pd)

Mittwoch, 5. April, 20 Uhr. BWZT Toggenburg. Bahnhofstrasse 32 in Wattwil. Für SGW- und SAC-Mitglieder der Sektion ist der Eintritt frei. Nichtmitglieder leisten einen Unkostenbeitrag.