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Wattwil muss sich entscheiden

«Pro Natura will breiteres Flussbett», Ausgabe vom 6. Februar

Naturschutzgebiet? Landwirtschaft? Zentrum mit Drang zum Städtischen? Alles zusammen und erst noch auf engstem Raum wird nicht gehen; Wattwil muss sich entscheiden.

Seit der letzten Veranstaltung im Thurpark herrschte Ruhe in Sachen Thursanierung; doch jetzt giesst der Geschäftsführer von Pro Natura mit krass-einseitigen Statements Öl ins Feuer. So befürwortet er zum Schutz?) von Natur und Gewässern die dauerhafte und grossflächige Zerstörung von topfebenem Landwirtschaftsland, verliert aber kein einziges Wort darüber, dass wegen der Thursanierung Hunderte von Alleebäumen gefällt werden sollen. Zudem reduziert die massive Verbreiterung der Thur in der Hinteren Schomatten (flussabwärts!) das Hochwasserrisiko in Wattwil ja kein bisschen. Inakzeptabel auch seine ultimative Forderung, dass die Anstösser Land abgeben müssen, und falsch seine Behauptung, dass deren Grundstücke durch die Thursanierung aufgewertet würden (das Gegenteil ist der Fall: wenn Privatgrundstücke infolge der ebenso unnötigen wie übertriebenen Verbreiterung der Thurwege empfindlich verkleinert werden, so werden sie entwertet, aber sicher nicht aufgewertet). Wer zudem das Bundesgesetz betreffend Gewässerschutz für zwingendes Recht hält, verkennt ganz offensichtlich, dass über allen Bundes- und kantonalen Gesetzen die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft thront, in welcher die Garantie des Privateigentums verankert ist. Man darf deshalb gespannt sein, wessen Interessen die Richter bei den Einsprachen dereinst höher gewichten werden.

Und wenn es denn tatsächlich nichts Wichtigeres als den Natur- und Gewässerschutz gäbe: Weshalb wurden die Wunschträume von Herrn Meienberger und seinesgleichen dann nicht schon bei der kürzlichen Sanierung des Linthkanals zwischen Weesen und Schmerikon verwirklicht? Ich meine: Wer «Natur pur» will, ist herzlich eingeladen, diese beispielsweise in der Oberen Bächen oder noch lieber am Gräppelensee einzufordern, aber sicher nicht in unmittelbarer Dorfnähe oder gar mitten in bewohntem Gebiet. Womit wir wieder beim Anfang wären: Wattwil muss sich entscheiden

Wendelin Brand, Churfirstenstrasse 29, 9630 Wattwil

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