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WATTWIL: Mit stolzen Zahlen ins 189. Jahr

Mit 433 Mitgliedern ist das Kulturforum Sonntagsgesellschaft Wattwil einer der grösseren Vereine im Toggenburg. Und doch agiert es fast nur im Hintergrund.
Michael Hug

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch

Grosse Wellen schlägt die Sonntagsgesellschaft Wattwil (SGW) nicht. Aber ihre Veranstaltungen sind trotzdem stets und regelmässig von 80 bis 100 Interessierten besucht.

Das Kulturforum Sonntagsgesellschaft Wattwil lud am Mittwochabend zu seiner 188. Hauptversammlung (HV) ins Kino Passerelle. Ins Kino deshalb, weil im Anschluss der HV wie gewohnt ein Film gezeigt wird. Im letzten Jahr programmierte die SGW wiederum acht Veranstaltungen, es handelte sich dabei um Vorträge zu Themen aus Natur, Politik und Gesellschaft. Zumeist sind es Referenten und Referentinnen aus dem Toggenburg, aber auch aus der ganzen Schweiz, die in interessanten Bereichen arbeiten oder ihr Interesse haupt- oder nebenberuflich auf Dinge richten, die nicht so allgemein in aller Munde sind. Und dies im In- und Ausland, in Wüsten, auf Achttausendern oder im stillen Kämmerlein.

Unspektakuläre Hauptversammlung

Präsident Edy Schmid konnte 54 Mitglieder begrüssen. Ihnen wurden der Jahresbericht, die Rechnung der letzten und das Budget für die kommende Saison vorgelegt. Insgesamt hat die SGW, die eng mit dem SAC Toggenburg zusammenarbeitet, 433 Mitglieder – nur drei weniger als letztes Jahr –, was ihr jährlich fast 9000 Franken an Beiträgen in die Kasse spült. Damit bestritt der Vorstand die Gagen und Auslagen für die Referenten sowie die Kosten für Werbung und Druck. Nebst dem Posten Spenden hat die SGW keine Einkommensquellen, das bedeutet, dass der Verein – der sich notabene wie viele andere auch um Kulturvermittlung kümmert – keine Subventionen von der öffentlichen Hand bezieht.

Spektakulärer Gewinn

Und trotzdem hat die SGW im Jahr 16/17 einen Gewinn von rund 1500 Franken erwirtschaftet. Was ausserordentlich und nicht budgetiert gewesen sei, so Kassierin Rita Bossi. Der Gewinn komme daher, dass zwei Referenten auf ihre Gage verzichtet hätten. Gewinn in der Rechnung – damit war eine Diskussion um die Höhe der Mitgliederbeiträge natürlich überflüssig. Diese sind seit einiger Zeit bei 22 Franken für Einzel- und 40 Franken für Doppelmitglieder festgesetzt und verbleiben auch so. Auch mit ihren tiefen Mitgliederbeiträgen bildet die SGW eine löbliche Institution im Toggenburger Kulturgeschehen: Hohe Mitgliederzahl, tiefe Beiträge, gutbesuchte Veranstaltungen, qualitativ gute Kultur- und Gesellschaftsthemen.

Trotz allem lässt sich nicht wegleugnen, dass die Sonntagsgesellschaft etwas überaltert ist und sich stets um neue, jüngere Mitglieder bemühen muss. Im Kurzinterview nimmt Präsident Edy Schmid dazu Stellung (siehe Kasten). Eine Mutation ergab sich im Vorstand: Peter Bötschi gab nach 15 Jahren seinen Austritt. Er wird, so der Präsident, vorläufig nicht ersetzt: «Dies, weil er ja weiterhin das tut, was er bis anhin tat, nämlich das Kino für die Veranstaltungen bereitstellen und den Film für die HV aussuchen. Er wird halt einfach nicht mehr an den Sitzungen teilnehmen.» Als Film im Anschluss an die HV hatte Bötschi den französischen Streifen «Médecin de campagne» (deutsche Fassung: «Der Landarzt von Chaussy») ausgesucht und abspielen lassen.

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