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Wattwil ist die Nummer sieben

Wattwil ist der mit Abstand am stärksten frequentierte Bahnhof im Toggenburg. Das hängt mit dem Voralpen-Express, aber auch mit den Zubringerbussen zusammen. Auf einigen Buslinien gibt es ein Überangebot.
Martin Knoepfel
Wartende Passagiere im Bahnhof Wattwil. Wattwil ist der grösste Bahnhof im Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Wartende Passagiere im Bahnhof Wattwil. Wattwil ist der grösste Bahnhof im Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

TOGGENBURG. Täglich stiegen im Jahr 2014 im Bahnhof Wattwil 7231 Personen in die Züge und Busse ein oder aus. Das ist gegenüber 2012 ein Minus von 147 Personen oder zwei Prozent, wie man dem Standbericht 2016 öffentlicher Verkehr (öV) entnehmen kann. Wattwil liegt auf Platz 7 der Rangliste der Bahnhöfe im Kanton. Das Volkswirtschaftsdepartement hat den Bericht vor kurzem publiziert.

Der frequenzstärkste Bahnhof im Kanton ist der Hauptbahnhof St. Gallen mit fast 42 000 Passagieren pro Tag. Danach folgen Rapperswil mit 21 713 und Wil mit 17 765 Passagieren.

Zunahme an fünf Stationen

Zugenommen haben die Frequenzen von 2012 auf 2014 in Bazenheid, Bütschwil und Dietfurt – je um rund 3,5 Prozent – sowie in Lichtensteig (24 Prozent) und Mogelsberg (33 Prozent). In Brunnadern-Neckertal gaben die Frequenzen um 37 und in Nesslau-Neu St. Johann um 22 Prozent nach. Dass Wattwil viel höhere Frequenzen als andere Orte verzeichnet, liegt nicht nur an den Schulen, sondern auch daran, dass der Voralpen-Express (VAE) hält, dass Wattwil ein Knotenpunkt für die Busse des öV ist und dass Umsteiger bei den ein- und aussteigenden Passagiere mitgezählt sind. Das war auf Anfrage von der Medienstelle der SBB zu erfahren.

Die Strecke Wattwil–Nesslau ist laut dem Bericht mit rund 1000 Passagieren pro Tag die am schwächsten genutzte Bahnlinie im Kanton. Bei 34 Kurspaaren macht das etwa 15 Passagiere pro Zug oder Bus. Der Kostendeckungsgrad (64 Prozent) sei für die Strecke St. Gallen–Nesslau berechnet. Aussagen für den Abschnitt im Obertoggenburg seien nicht möglich, sagte Werner Fritschi, Marketingleiter von Thurbo. Da die Frequenz der S8 zwischen Herisau und St. Gallen am höchsten ist, liegt der Kostendeckungsgrad zwischen Nesslau und Wattwil laut Fritschi wohl unter 64 Prozent. Auf der S9 Wil–Wattwil erreicht der Kostendeckungsgrad 54 Prozent.

Wichtige Zubringer

Ein wichtiger Teil des öV sind die Busse. Laut Bericht verfehlen die Linien Bazenheid–Kirchberg–Dietschwil und Bütschwil–Mosnang–Hulftegg mit Kostendeckungsgraden von je 21 Prozent die Mindestvorgabe. Mit 15 Prozent Kostendeckungsgrad erreicht die Abendverbindung Herisau–Schwellbrunn–Wattwil gerade das geforderte Minimum. Je dichter das Angebot, desto höher muss der Kostendeckungsgrad sein. Die Strecken von Bütschwil nach Libingen, auf die Hulftegg und nach Lütisburg weisen ein Überangebot auf. Die Folge ist ein Vorbehalt für Bestellungen in der Zukunft. Das gleiche gilt für die Buslinien Krinau–Lichtensteig–Dietfurt und Lichtensteig–Oberhelfenschwil–Brunnadern.

Öffentliche Hand bestellt

Im Regionalverkehr bestellt die öffentliche Hand das Angebot. Der Kanton zahlt 53 Prozent der Abgeltungen, der Bund den Rest. Je grösser die Nachfrage sei, desto grösser könne das Angebot sein, das der Bund mitfinanziere, sagt Patrick Ruggli, Leiter des Amts für öV. Überangebote müsse der Kanton zahlen. Es gebe aber Überangebote, die Bern mitfinanziere, vor allem, wenn die Nachfrage vielleicht nur vorübergehend unter die definierte Grenze falle. Dann reagiere der Bund mit einem Vorbehalt für die nächste Bestellperiode. Im ganzen Kanton gebe es Linien, bei denen die Nachfrage im Vergleich zum Angebot eher etwas knapp sei. Bei einigen Linien lege der Kanton Wert auf ein besseres Angebot als vom Bund vorgesehen und finanziere das Überangebot, sagte Ruggli.

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