WATTWIL: Holz aus Toggenburger Wäldern

Der Bau der Heizzentrale Flooz macht grosse Fortschritte. Das Kernstück des Wattwiler Wärmeverbunds ist die Heizzentrale im Flooz. Sie kommt auf dem Areal der Schönenberger Recycling Toggenburg AG zu stehen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Visualisierung der Heizzentrale im Flooz, welche bereits kommenden Monat aufgerichtet werden soll. (Bild: pd)

Die Visualisierung der Heizzentrale im Flooz, welche bereits kommenden Monat aufgerichtet werden soll. (Bild: pd)

WATTWIL. In einem Pressecommuniqué teilt die Thurwerke AG, Wattwil, mit, dass die Baufortschritte mittlerweile mit den hochwachsenden Betonwänden gut sichtbar seien. Gestartet wurde der Bau im vergangenen Herbst. Es sei geplant, den markanten Holzbau im April aufzurichten und nahtlos mit den Ausbau- und Installationsarbeiten zu beginnen, schreiben die Werke.

Statisch verstärkt

Die Heizzentrale Flooz des Wärmeverbunds Wattwil bestehe aus zwei Bereichen. Einerseits aus dem Technikraum mit dem riesigen Holzschnitzelofen, den umfangreichen Filteranlagen, dem Wärmespeicher und der Ölheizung für die Spitzenabdeckung und Notheizung. Anderseits diene ein Schnitzelbunker mit einem Lagervolumen von 2000 Kubikmeter Holzschnitzeln der Versorgungssicherheit. Zusätzlich biete das Areal Platz für die Lagerung von Rohholz. Für die Tragfähigkeit des Gebäudes mussten zahlreiche Betonpfähle in den Untergrund gerammt werden, steht in der Mitteilung. Über diese Betonpfähle sei in den letzten Wochen eine massive Bodenplatte betoniert worden. Zur statischen Verstärkung des Gebäudes und zur Erfüllung des Brandschutzes werde nun zwischen dem Technikraum und dem Schnitzelbunker eine bis zu zwölf Meter hohe Wand betoniert. Sobald diese fertiggestellt sei, könne der Holzbau aufgerichtet werden. Ganz im Sinne des Wärmeverbundes handle es sich beim Gebäude um einen Holzbau aus Toggenburger Holz. «Die Thurwerke AG freut sich, dass sie viele Arbeiten in der Region vergeben konnte», wird in der Mitteilung zitiert.

Visualisierung der Heizzentrale

Der milde Winter habe den Baufortschritt stark begünstigt. Sowohl der Bau der Zentrale als auch der Leitungsbau im Dorfgebiet von Wattwil machen grosse Fortschritte. Bereits Ende September werde im Flooz eingeheizt und mit der Entzündung der ersten Holzschnitzel die Voraussetzung für die Wärmelieferung an die Kunden des Wärmeverbundes sichergestellt.

Der Wärmeverbund Wattwil wird eine Holzschnitzelmenge von 19 000 Kubikmeter pro Jahr benötigen. Diese werden aus den Wäldern der Toggenburger Waldregion 5 stammen. Zudem vereinbarte die Thurwerke AG eine Zusammenarbeit mit der Schönenberger Recycling Toggenburg AG. Bei ihr fallen grosse Mengen an sauberem Abfallholz an. Dazu gehören beispielsweise unbehandelte Einwegpaletten und sauberes Verpackungsmaterial aus Industrie und Gewerbe. Mit dem kantonalen Amt für Umwelt und Energie wurde definiert, dass diese sauberen Abfälle im Schnitzelofen, der mit modernsten Filteranlagen ausgerüstet ist, verbrannt werden können. Damit ein Gleichgewicht zwischen feuchten Waldschnitzeln und trockenem Abfallholz hergestellt werden kann, wurde diese Menge auf 25 Prozent des Jahresbedarfs limitiert. So lasse sich ein gleichmässiger Betrieb mit optimierter Wärmenutzung erreichen. Die Zusammenarbeit mit der Schönenberger Recycling Toggenburg AG entspreche den Grundzielen des neuen Wärmeverbundes, nicht nur saubere Energie aus der Region zu liefern, sondern auch die wirtschaftliche Leistung des Toggenburgs zu verbessern. (pd)

info@waermeverbund-wattwil.ch www.waermeverbund-wattwil.ch