WATTWIL: Harmonische und berührende Klänge

Die Harfenistin Patricia Meier sowie Doris Affentranger an der Marimba begeisterten am Sonntag in der Aula der Kanti mit ihrer Spielfreude und dem perfekten Zusammenspiel.

Lisa Leisi
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Das Konzert des Duos Harparimba wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. (Bild: Lisa Leisi)

Das Konzert des Duos Harparimba wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. (Bild: Lisa Leisi)

Das seit drei Jahren bestehende Duo Harparimba führte am frühen Sonntagabend in der Aula der Kantonsschule Wattwil verschiedene Blöcke mit verschiedenen Musikstilen aus verschiedenen Ländern auf. Die Berufsmusikerinnen an der Harfe und Marimba gestalteten mit ihrer Zusammenstellung überraschende und doch eingängige Hörerlebnisse für Jung und Alt. Nach dem Konzert bemerkte denn auch ein älterer Zuhörer zufrieden: «Das war einmal ruhige schöne Musik auch für unsereins.»

Nach «Querido Amigo» als Einstieg ging es zuerst romantisch weiter mit «Dream Catchers» und «Hijjo dela Luna». Nun folgten vier Stücke vom italienischen Komponisten Fabrizio Castania, welche wirklich kosmisch komische Geschichten genannt würden, wie Patricia Meier betonte. Es falle ihnen noch heute schwer, nicht plötzlich laut zu lachen und ohne Unterbrechung zu spielen. Das erste Stück erzähle davon, was passiert, wenn ein italienischer Bürger einen Espresso trinkt und dann dem Mond plötzlich ganz nahe sei. Es folgte eine lustige Thematisierung der Grösse des Alls, darauf eine lustig-traurige musikalische Erzählung über das Leben des allerletzten Dinosauriers und schliesslich eine Interpretation der Vorstellung, im Weltall sei es einfach grau. Die Zuhörenden konnten mit den vorausgegangenen Informationen in die Musik voller kontrastreicher Effekte eintauchen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Rund 100 Kilogramm schwer

Nun ging es musikalisch nach Schottland und Irland. Vorher vermittelte Doris Affentranger die passende Stimmung, indem sie Stichworte dazu gab, wie die Ruhe der Natur und damit Wälder, Seen, Nebel, Mystisches, aber auch lebensfrohe Bürger und ausgelassene Feiern in den Pubs in noch so kleinen Orten überall. Auch gab sie kurz Wissenswertes über die Marimba weiter. So beinhaltet dieses Ins­trument fünf Oktaven, ist 270 cm lang, 110 cm breit und 100 Kilogramm schwer. Sie könne ihr Instrument in zehn Teilen in Taschen packen und so gut in einem grossen Auto verstauen.

Das letzte Stück «Sounds from below the Mountain» – vor der Zugabe – dauerte zehn Minuten und ist in Variationen das Lieblingswerk des Duos. Dies ist auch das Hauptwerk ihrer neu erschienen CD «Light Sounds». Dabei erzeugte Doris Affentranger mit einem Kontrabassbogen an den Palisanderplatten der Marimba ein spezielles Hörerlebnis. Neben dem Können und der Kombination der Instrumente dürfte ein Grund für den Erfolg des Duos Harparimba die harmonische Zusammenarbeit der beiden Musikerinnen sein. Geschätzt werden neben der Musik bestimmt auch die Weitergabe von Hintergründen zu ihren Stücken und damit der Kontakt zum Publikum.

Lisa Leisi

redaktion@toggenburgmedien.ch

Weitere Konzerte unter www.harparimba.ch