WATTWIL: Familien vermehrt Heimat geben

Der Verein Mütter- und Väterberatung Toggenburg hat seit der Hauptversammlung eine neue Kassierin und zwei neue Revisoren. Ausserdem ist aus dem grossen und kleinen Vorstand ein einziger Vorstand geworden.

Cecilia Hess-Lombriser
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Der Vorstand und die Beraterinnen des Mütter- und Vätervereins mit den zurückgetretenen Sonja Lieberherr, Kassierin, und Lydia Scherrer, ­Revisorin, sitzend (links aussen). (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Der Vorstand und die Beraterinnen des Mütter- und Vätervereins mit den zurückgetretenen Sonja Lieberherr, Kassierin, und Lydia Scherrer, ­Revisorin, sitzend (links aussen). (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Cecilia Hess-Lombriser

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Die Hauptversammlung der Mütter- und Väterberatung Toggenburg (MVT) fand im kleinen Rahmen im «Thurpark» in Wattwil statt. Nebst dem Vorstand und der Revisoren waren zwei Gemeindedelegierte anwesend und die Referentin Jutta Ahlke, die im Anschluss von ihrer Arbeit auf der Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität Wattwil berichtete.

Aus den Jahresberichten des Präsidenten Peter Bünzli und der Beraterinnen Marianne Schläpfer und Christine Louis war zu entnehmen, dass sich die Familienstrukturen verändern und mehr Unterstützung nötig ist.

Vision Familienzentren wird konkret

Das Aufgabenfeld der MVT sei umfangreicher geworden; Familien seien heute weniger vernetzt als früher und oft auf sich alleine gestellt. «Das fordert die Vielseitigkeit unserer Beraterinnen», stellte der Präsident fest. Die Integration von zugezogenen Familien werde immer wichtiger, nicht nur der fremdsprachigen. «Familien brauchen Hilfe und Beratung, sie brauchen jedoch auch Gesellschaft, Kontakt und Freunde, damit sie sich im Toggenburg wohlfühlen.» Vor diesem Hintergrund sei weiter an der Vision Familienzentrum gearbeitet worden. Es habe sich jedoch gezeigt, dass ein Zentrum für das Toggenburg zu wenig sei. Es gehe hauptsächlich darum, die guten bereits existierenden Angebote in den verschiedenen Gemeinden und jene, die noch entstünden, zu vernetzen und Synergien zu nutzen und Mehrspurigkeit zu vermeiden. Eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt im Toggenburg wäre ein grosser Gewinn. Im Herbst ist auf Initiative der MVT der Verein Familienzentren Toggenburg gegründet worden. Am 29. April findet eine Auftaktveranstaltung in Lichtensteig statt. Im kommenden Herbst ist das erste Familienzentrum in Lichtensteig geplant. Bestehende Angebote der frühen Förderung in der Region sollen vernetzt, ergänzt und gestärkt werden.

Eine grosse Chance in einem Familienzentrum sehen auch die beiden Mütter- und Väterberaterinnen Marianne Schläpfer und Christine Louis. Die 310 im Jahr 2016 geborenen Kinder in den dem Verein angeschlossenen Gemeinden könnten dieses für die Entwicklung äusserst wichtige Angebot nutzen. «Es ist uns ein Anliegen, dass die Kinder und ihre Familien Raum, Zeit und eine Plattform haben, welche einen niederschwelligen und regelmässigen Austausch ermöglichen», sagten die Beraterinnen. Die konstruktive und offene Zusammenarbeit für den neuen Verein Familienzentren Toggenburg sei das Resultat von jahrelanger und aktiver Vernetzungsarbeit. «Sie trägt nun Früchte.» Fruchtbar war auch die Suche nach einer neuen Kassierin und nach zwei Revisoren. Peter Bünzli ist selber gut vernetzt, was sich als wertvoll erwies. Nach rund zehn Jahren hat Sonja Lieber­herr-Schnyder das Amt als Kassierin abgegeben. «In dieser Zeit ist ein riesiger Wandel passiert. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist gut, die Wertschätzung ist spürbar. Zu Beginn meiner Tätigkeit wusste ich oft nicht, wie ich die Löhne bezahlen soll», blickte sie zurück. Als Nachfolgerin konnte Daniela Brunner aus Hemberg gewonnen werden. Anstelle von Ruedi Sterzing, zurückgetretener Gemeinderat von Wattwil, ist sein Nachfolger, Andreas Stauffacher, in den Vorstand delegiert worden. Die bisherigen Mitglieder, Edith Gmür, Helena Schärer, Tanja Merten und Paula Bruderer wurden wiedergewählt; der Präsident bestätigt. Als Revisorinnen traten Priska Hüttenmoser-Stolz und Lydia Scherrer-Forrer zurück. Sie wurden ersetzt durch Corinne Schellenbaum und Benjie Egloff. Die neuen Statuten wurden ebenfalls genehmigt. Bisher wirkten ein kleiner und ein erweiterter Vorstand. In Zukunft soll nur ein Vorstand die Geschäfte der MVT behandeln. Die Rechnung schliesst mit einem Überschuss von 1410 Franken. Die Ausgaben betragen 130963 Franken. Die Politischen Gemeinden finanzieren die MVT mit insgesamt 123752 Franken. Rund 7000 Franken stammen von Einzel- und Kollektivmitgliedern.