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WATTWIL: «Ein Traum hat sich erfüllt»

Das Collegium Vocale und Collegium Instrumentale der Kathedrale St. Gallen gastieren in der evangelischen Kirche Wattwil. Im Konzert zur Passionszeit erklingen berührende Chorwerke unter der Stabführung von Domkapellmeister Andreas Gut.
Peter Küpfer
Das Collegium Vocale bei der Probenarbeit für das kommende Konzert. Devise: «Einander hören». (Bild: Peter Küpfer)

Das Collegium Vocale bei der Probenarbeit für das kommende Konzert. Devise: «Einander hören». (Bild: Peter Küpfer)

Peter Küpfer

redaktion@toggenburgmedien.ch

Der neue Domkapellmeister hat die Leitung DomMusik St. Gallen nach dem Tod seines langjährigen Amtsvorgängers, Hans Eberhard, vor einem Jahr übernommen. «An der Kathedrale St. Gallen die Chorarbeit in Gottesdienst und Konzert gestalten und leiten zu dürfen ist für mich ein Traum, der wahr geworden ist», sagt der ehemalige hauptverantwortliche Kirchenmusiker der Pfarrei Küsnacht-Erlenbach. Er hat in der musikalisch aktiven Kirchgemeinde am Zürichsee sechs Chorgruppen mit insgesamt 160 Mitgliedern geleitet. Andreas Gut freut sich auf das schon zur Tradition gewordene Konzert in Wattwil, das am Tag danach auch in der Kathedrale St. Gallen erklingen wird.

Das erste Konzert ausserhalb von St. Gallen

Der Entscheid für das anspruchsvolle St. Galler Amt in der Nachfolge von Hans Eberhard fiel für Andreas Gut im Familienrat mit Ehefrau Alexandra und den drei schulpflichtigen Kindern. Inzwischen haben sich der neue Domkapellmeister und seine Familie gut im neuen Lebens- und Wirkungskreis eingelebt, wie Andreas Gut im Gespräch sagt: «Wir haben die frohe, freundlich-direkte Art der Menschen hier in der Ostschweiz sofort gemocht.» Das Wattwiler Konzert sei für ihn, den Kammerchor und das Orchester das erste gemeinsame Konzert ausserhalb St. Gallens. «Das wird für uns ein spezieller Moment, auf den ich mich freue.» Das Wattwiler Gastkonzert bringt mit Joseph Haydns «Stabat Mater» eines der ersten grossen geistlichen Chorwerke des Komponisten zur Aufführung. Obwohl Text und Musik aus der Perspektive der am Grab Jesu trauernden Maria gestaltet ist, ist Haydns Komposition bei aller Leidenschaft und Emotionalität nach den Worten des Dirigenten immer auch wieder «überraschend hell». Als Solistinnen treten auf Kimberly Brockman (Sopran, Solistenensemble der Kathedrale St. Gallen) und Sonja Leutwyler (Alt), als Solisten Raphaël Favre (Tenor) und Richard Helm (Bass). Zwei Motetten, eine von Bach und eine, die seinem Leipziger Amtsvorgänger Johann Kuhnau zugeschrieben wird, vervollständigen das Programm. Auch hier handelt es sich um Kompositionen, die aus tiefem Schmerz und gläubiger Hoffnung geboren sind – Musik, die gerade auch für ein heutiges Publikum nach den Worten von Andreas Gut «besondere Momente» bereithält.

Augenschein im Musiksaal des Klostergebäudes

Ein Augenschein im Musiksaal des Klostergebäudes bei einer der letzten Proben zeigte es: Es ging «nur» noch um Details. Bei den Sängerinnen und Sängern herrschte eine zugleich lockere wie konzentrierte Stimmung. Hier war noch an einem dramatischeren Einsatz zu feilen, dort am leidenschaftlicheren Ausdruck einer besonders emotionalen Stelle. Andreas Gut legt Wert auf die beim Singen wichtige sprachliche Artikulation. So sollte beispielsweise der Schlusskonsonant deutlich hörbar bleiben. Nicht-direktiv, aber bei Bedarf hartnäckig fordert der Dirigent ein, was ihm am Herzen liegt. Immer macht er darauf aufmerksam, nicht nur seinen Part zu singen, sondern auch die anderen Stimmen zu hören. Es entstand schon in dieser Probe Raum, den eigenen Gedanken nachzugehen und sich zur Aussage von Text und Musik selbst zu stellen – eine gerade der Kirchenmusik eigene Qualität von religiös inspiriertem Feiern, wie Gut sagt.

Hinweis

Konzert «Meine Seele ist betrübt», Samstag 10. März, 19.30 Uhr, evangelische Kirche Wattwil.

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