WATTWIL: Ein Ort, zwei Ereignisse

Der TSV Wattwil organisierte im Juni das Toggenburger Turnfest und als weiteren Höhepunkt eines ­ereignisreichen Jahres am Freitag die Delegiertenversammlung des Kreisturnverbandes Toggenburg.

Beat Lanzendorfer
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Das 15-köpfige Organisationskomitee, das von Walter Schlegel, hinten, Zweiter von links mit Blumenstrauss, präsidiert wird, wurde am Freitag für die tadellose Organisation des Toggenburger Turnfestes geehrt. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Das 15-köpfige Organisationskomitee, das von Walter Schlegel, hinten, Zweiter von links mit Blumenstrauss, präsidiert wird, wurde am Freitag für die tadellose Organisation des Toggenburger Turnfestes geehrt. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Es ist zur Tradition geworden, dass jener Verein, der das Toggenburger Turnfest auf die Beine stellt, im selben Jahr auch zur Delegiertenversammlung einlädt. Somit hiess der Nabel der Turnwelt am letzten Freitag erneut Wattwil. Der örtliche Turnverein hiess die Delegierten im Saal des Berufs- und Weiterbildungszentrums willkommen.

Bei der zwölf Punkte umfassenden Traktandenliste erhielt der Rückblick auf das Toggenburger Turnfest, das vom 23. bis 25. Juni in der Zentrumsgemeinde stattfand, am meisten Beachtung. OK-Präsident Walter Schlegel, der mit weiteren 14 OK-Mit­gliedern und mehreren hundert Helfern ein Fest der Superlative durchgeführt hatte, blickte in Worten und Bildern und mit einer grossen Portion Stolz noch einmal auf die drei glorreichen Tage im Juni zurück.

Durch die Delegiertenversammlung führte Stefan Harder. Der Kirchberger ist vor zwei Jahren in Wildhaus zum Präsidenten des Toggenburger Verbandes gewählt worden. Die 160 anwesenden Delegierten repräsentierten 78 Vereine und über 11 000 Turnende. Vor dem eigentlichen Beginn war es Gemeinderat Hansheiri Keller, der den Anwesenden «seine» Gemeinde vorstellte.

Toggenburger Verband steht auf gesunden Füssen

Dank des erfolgreichen Kreisturnfestes schloss die von Verbandskassier Carlo Rosenast präsentierte Jahresrechnung mit einem Überschuss ab. Das Budget des kommenden Jahres sieht wegen diverser Anschaffungen allerdings einen Verlust vor. Trotzdem beliessen es die Anwesenden bei einem Jahresbeitrag von 1.20 Franken pro Vereinsmitglied. Als Nach­folgerin des langjährigen Revisors Walter Schönenberger stellte sich Mirjam Schönen­berger, St. Peterzell, zur Verfügung. Der Vorstand selber erfährt keine Änderung. Alle Amtsträger stellten sich für ein weiteres Jahr zur Verfügung. In Abwesenheit wurden Giulia Steingruber, Gossau, und Pablo Brägger, Oberbüren, die beiden Weltklasseathleten des Toggenburger Turnverbandes, geehrt. Würdigung erhielten auch der achtjährige Schweizer Meister (P1 Mehrkampf) Linus Eisenring, Wängi, TZ Fürstenland, sowie ­Selina Carigiet, Rena Schmucki und Ladina Bachofner als Mannschafts-Schweizer-Meisterinnen der Kategorie 6. Die seit längerem diskutierte neue Struktur des St. Galler Turnverbandes verlangt von den Kreisturnverbänden Flexibilität. Eine Arbeitsgruppe, der auch der Wattwiler Walter Schlegel angehört, erarbeitete zwei mögliche Varianten zur Strukturbereinigung. Wichtigste Erkenntnis: Der St. Galler Turnverband und die Kreisturnverbände bleiben erhalten. Sie werden allerdings massvoll optimiert und effizient gestaltet. Konkret heisst dies, dass die Geschäftsstelle professionalisiert wird und dadurch vorhandene Doppelspurigkeiten vermieden werden sollen.

Abschliessende Grussworte überbrachten am Ende der Versammlung Dominique Rüdlinger vom St. Galler Turnverband und Hanspeter Jud als Vertreter des Schweizerischen Turnverbandes. Die 130. Delegiertenversammlung wird im kommenden Jahr vom Turnverein Uznach organisiert.