WATTWIL: Die ersten Provisorien stehen

Der Förderverein Regionalspital Toggenburg-Wattwil wird auch nach der erfolgreichen Abstimmung weiterbestehen, war an dessen Mitgliederversammlung zu erfahren. Derweil sind die Vorarbeiten für den Spitalbau angelaufen.

Urs M. Hemm
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René Fiechter, CEO der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg, informiert über den aktuellen Stand des Spitalbauprojekts. (Bilder: Urs M. Hemm)

René Fiechter, CEO der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg, informiert über den aktuellen Stand des Spitalbauprojekts. (Bilder: Urs M. Hemm)

WATTWIL. An der Mitgliederversammlung des Fördervereins Regionalspital Toggenburg-Wattwil von Mittwochabend kam es zu zwei Wechseln im Vorstand. Für die pensionierte Judith Weilenmann, Vertreterin der Spitalorganisation sowie des Spitalpersonals, wählten die Mitglieder Marco Näf. Er ist Leiter Unternehmensentwicklung der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg (SRFT) und wohnt in Ganterschwil. Ebenfalls aus dem Vorstand zurückgetreten ist Vreni Wild. Als Kantonsrätin bildete sie das Bindeglied zur kantonalen Politik. An ihrer Stelle wählten die Mitglieder den in Ulisbach wohnhaften Christoph Thurnherr, der für die SP-Fraktion im Kantonsrat sitzt. Zuvor hielt Frank Liedke, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe der SRFT, einen Vortrag zum Thema Inkontinenz (siehe Zweittext) und René Fiechter, CEO der SRFT, über den aktuellen Stand des Spitalbauprojekts.

Christoph Thurnherr Neues Vorstandsmitglied Kantonsrat

Christoph Thurnherr Neues Vorstandsmitglied Kantonsrat

Marco Näf Neues Vorstandsmitglied, Leiter Unternehmensentwicklung SRFT

Marco Näf Neues Vorstandsmitglied, Leiter Unternehmensentwicklung SRFT

Frank Liedke Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe SRFT

Frank Liedke Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe SRFT

Spatenstich Anfang November

«Im Moment sind wir im Zeitplan sehr gut unterwegs», sagte René Fiechter während seiner Ausführungen. Dennoch bleibe bis zum Abriss des B-Traktes Anfang November noch viel zu tun. «Der grobe Start dieser Vorbereitungsarbeiten ist ab Juli geplant. Ein erster Schritt ist bereits getan, indem im Eingangsbereich eine Wand eingezogen wurde, welche die ehemalige Cafeteria abtrennt. Dort wurden Büros eingerichtet, die bereits kommende Woche bezogen werden können.» Insgesamt betreffen diese Veränderungen rund 100 Mitarbeiter. Weitere Provisorien, die noch erstellt werden müssen sind zudem ein Parkplatz, ein Helikopterlandeplatz sowie ein Container. «Die verschiedenen Umzüge sind von Juli bis Oktober geplant, der Spatenstich sollte dann Anfang November erfolgen», sagte René Fiechter. Er sei sich bewusst, dass die kommende Zeit für Patienten wie auch für alle Mitarbeiter Geduld und Verständnis verlange. Er wisse aber auch, dass es sich lohne.

Auch Christof Geigerseder, der ab dem 1. Oktober die Nachfolge als Chefarzt für Medizin von Jürg Winnewisser antrete, freue sich sehr auf den Spitalneubau.

Förderverein besteht weiter

In seinen Ausführungen zum vergangenen Vereinsjahr sagte Präsident Alois Gunzenreiner, dass sich der Vorstand nach der erfolgreichen Abstimmung zur Spitalvorlage Gedanken über die Zukunft des Vereins gemacht habe. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass der Förderverein als Plattform und Vernetzungsgefäss weiterhin seine Berechtigung hat und nach wie vor dazu geeignet ist, als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und den Verantwortlichen der SRFT zu wirken.» Dafür verfügt der Verein wieder über ein Vermögen von knapp 5400 Franken, das letzte Jahr konnte mit einem Gewinn von nicht ganz 2200 Franken abgeschlossen werden konnte.

Alois Gunzenreiner verabschiedet Vreni Wild aus dem Vorstand.

Alois Gunzenreiner verabschiedet Vreni Wild aus dem Vorstand.

In der Folge verabschiedete Alois Gunzenreiner Vreni Wild und Judith Weilenmann, die jedoch an diesem Abend abwesend war, und verdankte ihre Mitarbeit im Vorstand seit der Gründung des Vereins im Jahr 2006. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes, Markus Haag, Christian Hildebrand, Sonja Hollenstein, Norbert Stieger, Bruno Strub, Jürg Winnewisser sowie Alois Gunzenreiner, wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt.