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WATTWIL: Die Berufsschüler müssen fasten oder die Thur überqueren

Der Kanton erklärt die Verzögerungen beim Campus Wattwil mit der Notwendigkeit, ein Gastro- und ein Mobilitätskonzept zu entwickeln. Auf dem Areal, das für die künftige Kanti bestimmt ist, gibt es Altlasten.
Martin Knoepfel
Auf diesem Areal soll die neue Kanti Wattwil erstellt werden. Das Areal liegt im Kataster belasteter Standorte. (Bild: Martin Knoepfel)

Auf diesem Areal soll die neue Kanti Wattwil erstellt werden. Das Areal liegt im Kataster belasteter Standorte. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Botschaft für den Campus Wattwil soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres dem Kantonsrat zugeschickt werden. Das schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf die Interpellation von Karl Brändle (Bütschwil), Bruno Cozzio (Uzwil) und Mathias Mülller (Lichtensteig, alle CVP, siehe auch Artikel vom 19. Dezember).

Ursprünglich war die zweite Hälfte des zu Ende gehenden Jahres als Termin für die Übermittlung der Botschaft genannt worden. Als Gründe für die Verzögerung führt der Kantonsrat unter anderem das Gastronomie- und Mobilitätskonzept und eine allfällige Freilegung des Hofstattbachs ins Feld.

Eine Küche und eine Mensa für beide Schulen

Synergien zwischen der Kanti Wattwil und dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) gibt es im Projekt für den Campus Wattwil unter anderem im Bereich der Küche und der Mensa. Das heisst, es wird nur noch eine Küche/Mensa für die Kanti und das BWZT geben. Man habe deshalb ein Gastrokonzept erarbeitet, erklärt Ragnar Scherrer, Architekt und Projektentwickler im kantonalen Hochbauamt. Die Küche und die Mensa sollen auf dem Rietstein-Areal, also beim Neubau der Kanti, erstellt werden. Die Berufsschüler müssen deshalb fürs Mittagessen über die Thur wechseln.

Die beiden Schulen haben laut Ragnar Scherrer den Bau einer zusätzlichen direkten Fussgängerverbindung gewünscht, weil sonst die Gefahr bestehe, dass die Schüler Konkurrenzangebote zur Mensa berücksichtigen, etwa die der Grossverteiler.

Was geschieht mit dem Hofstattbach?

Der Hofstattbach wird oberhalb der Ebnaterstrasse in eine Röhre geleitet und fliesst dann eingedolt unter der Strasse hindurch und fast parallel zur Südwand der Rietsteinhalle in die Thur. Das Problem: Wenn man bei Bauarbeiten Eindolungen von Bächen tangiert, muss man diese Bäche öffnen, sofern das möglich ist. Das fordert das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer. Ragnar Scherrer weist darauf hin, dass vielleicht eine andere Linienführung als heute vorteilhaft sein könnte. Die Rietstein-Halle selber liege auf aufgeschüttetem Boden, doch gehe man davon aus, dass es sich beim Untergrund um sauberes Material handle, sagte Ragnar Scherrer. Der Neubau der Kanti soll südlich der Rietstein-Halle zu stehen kommen, also dort, wo sich heute Aussensportanlagen befinden. Dieses Areal ist im Kataster der belasteten Standorte aufgeführt. Der Kanton habe Sondierungen gemacht und weitere Informationen aus der Geschichte des Areals erhalten, unterstreicht Ragnar Scherrer.

Altlasten aus der Heberlein-Zeit

Im Boden befänden sich Altlasten. In den sechziger Jahren habe dort ein grosses Abwasser-Stapelwerk mitsamt Pumpen gestanden. Das Stapelwerk habe zum Areal des Heberlein-Konzerns gehört. Oberirdisch seien die Anlagen zwar abgebaut worden, unterirdisch habe man das Gelände aber nicht saniert, sagt Ragnar Scherrer. Wie teuer diese Altlasten zu stehen kommen, kann er nicht sagen. Er geht aber davon aus, dass sie eine Realisierung des Campus nicht verunmöglichen werden.

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