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WATTWIL: Der Weg der Evangelischen seit Zwingli

Der Reformator Ulrich Zwingli pflegte auch von Zürich aus den Kontakt zur Familie im Toggenburg. Zudem nahm er an der zweiten Toggenburger Synode teil.
Martin Knoepfel
Die Spuren des Reformators sind auch im Toggenburg sichtbar. Hier die evangelische Kirche Wattwils. (Bild: Hansruedi Kugler)

Die Spuren des Reformators sind auch im Toggenburg sichtbar. Hier die evangelische Kirche Wattwils. (Bild: Hansruedi Kugler)

Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

«Zwingli war einer der grössten Querdenker der Schweiz», sagt der pensionierte evangelische Pfarrer von Wattwil, Walter Hehli. Walter Hehli hält am 25. Februar einen Vortrag über die Reformation in der Kirchgemeinde Wattwil anhand von Porträts von Personen aus der Gemeinde. Darin geht es um den Weg von Zwingli bis heute. Der Referent will diesen Weg anhand weiterer Querdenker aus dem Toggenburg darstellen. Bei diesen handelt es sich um Pfarrer Jost Grob, der im 17. Jahrhundert lebte und aus dem Steintal stammte, um Ulrich Bräker – den «armen Mann aus dem Tockenburg» – und um den Maler Willy Fries als Vertreter des 20. Jahrhunderts.

Zwinglis Mutter stammte aus Lichtensteig

«Zwingli hat regen Kontakt mit seiner Familie im Toggenburg gepflegt. Er hat seinen Angehörigen regelmässig geschrieben», sagt Walter Hehli. Als das Gerücht verbreitet wurde, dass Zwingli über Maria gelästert habe, habe der Reformator davon durch eine besorgte Anfrage seiner im Toggenburg lebenden Angehörigen erfahren. In der Folge liess Zwingli eine Predigt, in der er seine Haltung zu Maria darlegte, drucken und schickte ein Exemplar dieser Schrift seinen Angehörigen. Die Familie des Reformators war laut Walter Hehli in der Region sehr gut vernetzt. Ein Grossvater Zwinglis habe zur Delegation gehört, die mit dem Fürstabt von St. Gallen über die Rechte der Toggenburger verhandelte. (1468 konnte das Kloster St. Gallen die Grafschaft Toggenburg kaufen.)

Die Mutter des Reformators, Margaretha Bruggmann, stammte aus Lichtensteig. Ulrich Zwinglis Vater – er trug den gleichen Vornamen wie der spätere Reformator – war Ammann in Wildhaus. Ein Verwandter bekleidete im Kloster Fischingen das Amt des Abtes. Zwei Schwestern des Reformators waren Nonnen im Kloster Wattwil, traten jedoch während der Reformation aus dem Kloster aus. Der Reformator trug dazu bei, dass das Toggenburg in den Jahren 1530 und 1531 frei war von der «Tyrannei des Abts von St. Gallen und der Schwyzer» (Ulrich Zwingli). Zwingli habe an der zweiten Toggenburger Synode am 25. März 1531 teilgenommen und der ersten Synode einen Brief geschickt, betont Walter Hehli. Im Oktober 1531 wurde Ulrich Zwingli in der Schlacht von Kappel getötet und sein Leichnam verbrannt.

Musikalisch umrahmt wird der Vortrag von Psalmen-Vertonungen von Peter Roth. Der Komponist ist am Hackbrett zu hören. Es singt der erweiterte Kirchenchor.

«Reformation auf dem Gebiet unserer Kirchgemeinde», ein Vortrag von Walter Hehli, am Sonntag, 25. Februar, um 17 Uhr, evangelische Kirche in Wattwil.

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