Wattwil Bunt mit 13 Punkten auf Kurs

Am Ostermontag nimmt das 2.-Liga-Team des FC Wattwil Bunt mit dem Nachtragsspiel gegen das punktgleiche Nachwuchsteam des Challenge-League-Clubs FC Wil den zweiten Teil der Meisterschaft 2012/13 in Angriff. Saisonziel ist nach wie vor ein gesicherter Mittelfeldplatz.

Walter Züst
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FUSSBALL. Mit 13 Punkten und Platz sieben liegen die Neutoggenburger um den FC Wattwil Bunt im «Fahrplan». 15 Punkte mehr müssten es am Ende der Saison sein, will man das gesteckte Ziel erreichen und die dritte Saison in der höchsten regionalen Spielklasse nach zweimal 27 Punkten zur erfolgreichsten machen. Die Wattwiler überwinterten auf einem Platz im breiten Mittelfeld, klar distanziert vom Spitzentrio Amriswil, Bazenheid und Wängi, allerdings mit nur vier Punkten Reserve auf den ominösen Strich. Dies bedeutet, dass man sich beim FC Wattwil Bunt erst einmal nach unten zu orientieren hat. Im Moment gehört man zu den mitgefährdeten Teams.

Nahe an den Abstiegsplätzen

Die Ausgangslage vor dem Nachtragsspiel von Ostermontag auf der Grüenau und den elf Partien der Rückrunde ist nicht schlecht, aber irgendwie angespannt. Mit der 2:3-Niederlage im letzten Spiel des Herbstes beim damaligen Tabellenletzten Herisau wurde die Chance verpasst, einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu schaffen. Bei einem Sieg hätte Wattwil Bunt die Differenz zum Strich auf neun Punkte ausbauen können, jetzt sind es eben nur vier auf den Tabellenvorletzten Herisau und sechs auf Schlusslicht Abtwil-Engelburg.

Die starke Serie

Nach vier Runden stand der FC Wattwil Bunt noch auf dem letzten Tabellenplatz. Der eine Punkt aus dem Startspiel in Abtwil-Engelburg, wo man eine 3:0-Pausenführung nicht über die Zeit brachte (3:3), vermochte nicht zu kaschieren, was Fact war: Die dritte 2.-Liga-Saison hatte mit einem klassischen Fehlstart begonnen. Zwischen dem 22. September und dem 20. Oktober lief es allerdings glänzend: 3:2-Sieg beim Aufsteiger Fortuna St. Gallen, 2:0-Heimerfolg gegen Winkeln und nach der 1:3-Niederlage im Derby beim Interregional-Absteiger Bazenheid weitere Siege gegen Weinfelden-Bürglen (3:1) und beim stark gestarteten Aufsteiger Tobel-Affeltrangen (5:4). Das Romer/Simsek-Team hatte sich innert fünf Wochen ins Mittelfeld abgesetzt.

Erneuten Fehlstart verhindern

Die ärgerlichen Spielsperren aus dem Abtwil-Spiel und ein auch verletzungsbedingt schmales Kader waren Gründe für den mühsamen Saisonstart. Trainer Marcel Romer: «Wir haben uns für die Rückrunde entsprechend viel vorgenommen und einiges in die Vorbereitung investiert: Hallentrainings, zwölf Aufbau-Abende im Kraft- und Fitnessraum, sechs Testspiele auf Kunstrasen und als Höhepunkt die Tage im spanischen Oliva Nova (Valencia), wo bei optimalen Bedingungen endlich auf Naturrasen gearbeitet werden konnte. Wir sind bereit und wollen am Ostermontag punkten!»

Veränderungen im Kader

Nicht mehr dabei sein wird in der Rückrunde Jan Rüeger. Der vierfache Torschütze beim 5:4-Sieg in Tobel-Affeltrangen wechselte in der Winterpause zum abstiegsbedrohten 2.-Liga-Interregionalen Sirnach. Neu zum Kader gestossen ist Burak Yaman; der 21-Jährige hatte die Wattwiler vor drei Jahren Richtung Weesen verlassen und kehrt nun vom FC Sirnach zum Stammverein zurück.

Einen Selbstläufer wird es auf dem Weg zum Ligaerhalt nicht geben, dessen ist man sich im Lager des FC Wattwil Bunt bewusst. Marcel Romer meint entsprechend: «Die Tatsache, dass wir auch in den verlorenen Spielen dran waren, stimmt zuversichtlich. Wenn es uns gelingt, offensiv ähnlich stark aufzutreten und in der Defensive noch etwas konstanter zu werden, dann müsste das Saisonziel zu erreichen sein.»

Wenn der Wattwil-Bunt-Trainer noch drei Wünsche frei hätte: «Bessere Trainingsverhältnisse, dass sich weitere junge Spieler positiv in Szene zu setzen vermögen und dass wir von Verletzungen verschont bleiben.»

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